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Barista

Barista

Der Weg: Wo der Hans sein Glück gefunden hat, suchen es viele. Auf dem Platz rund um den Hans-im-Glück-Brunnen drängen sich viele Lokale, als ob es woanders keinen Platz gäbe. Wer sein Auto in einem der umliegenden Parkhäuser verstaut hat oder per Stadtbahn aus Richtung Haltestelle Rathaus den Weg aufs Kopfsteinpflaster gefunden hat, muss auf dem Platz stehend nur noch aufpassen, dass er beim Ausschauhalten keinen Drehwurm bekommt. Zur Orientierung: das Barista liegt an der Ecke des Gässchens, das zur Eberhardstraße führt.

Die Macher sind dieselben wie die des Classic Rock Café gleich um die Ecke und des Deli schräg gegenüber: Juan Miguel Blanco del Rio und Ralph Köninger. Während im Deli der Schwerpunkt auf das Essen gelegt wird, liegt er im Barista bei Kaffee und Cocktails.

Der Stil: Was auf den ersten Blick schlicht aussieht, lebt auf den zweiten von den Details. Dreh-und-Angel-Punkt ist die dunkle, zehn Meter lange Bar aus gebeiztem Bambusholz, die durch eine eingelassene Plexiglasscheibe hübsch orange leuchtet. Dahinter sind vor allem die fünf gläsernen Kaffeesilos Blickfang. Auf einem Flachbildschirm ziehen virtuelle Fische ihre Runden, per Knopfdruck flackert an gleicher Stelle ein Kaminfeuer. Zwei Stehtische finden Platz, sonst nichts, noch nichts. Eigentlich wollten die Macher einen reinen Stehbetrieb. Weil die Erfahrung aber gezeigt hat, dass die Gäste sich suchend nach Sitzmöglichkeiten umschauen, werden Barhocker nachkommen und die Fenstersimse zu Sitznischen ausgebaut. Im Sommer stehen draußen 60 Stühle.

Die Drinks sind nichts für Entscheidungsschwache. Zwischen fünf Kaffeesorten können die Gäste wählen. Was portionsweise gemahlen und aufgebrüht auf die Theke kommt, muss aber noch nicht das Endprodukt sein. Darf es noch ein Schuss Kahlua (Kaffeelikör) oder Mandelsirup sein? Auch die Longdrinks bastelt sich der Gast selbst: Zur Auswahl stehen 4 cl Sprit plus Saft oder plus antialkoholisches Getränk. Was in die 15 Cocktails kommt, bestimmt allerdings der Barmann, der auch eine monatliche Eigenkreation mischt. Die Karte bietet Antipasti - und wieder was zum Puzzeln: "In drei Schritten zu ihrer Eiskreation" steht da. Der Gast wählt die Komponenten (Eis, Früchte, Soßen, Sirup) und fertig ist der individuelle Eisbecher. Kaffee und Suppen gibt’s "to go".

Das Publikum: Zur Mittagszeit huschen Geschäftsleute auf einen schnellen Kaffee vorbei, abends setzt das orangefarbene Licht der Bar einen bunten Mix von jüngeren und älteren Menschen mit und ohne Designerlabel im Nacken in Szene.

Die Preise sind für die Lage der Bar verhältnismäßig günstig: Espresso gibt’s ab 1,20 Euro, Latte Macchiato mit Monin Sirup für 2,50 Euro. Der Mojito zählt zu den Hausspezialitäten und ist für 6 Euro zu haben. 0,25 Liter San Pellegrino kosten 2,30 Euro, Becks 3 Euro. Suppen und Bruschetta gibt’s ab 3 Euro, Antipasti ab 6,80 Euro.
 

Ariane Wölpper, Stuttgarter Zeitung vom 16.09.2003

 
 
 




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(insbesondere bei Ă–ffnungszeiten)
 
 
 

16.09.2003 - aktualisiert: 04.12.2007 10:14 Uhr



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