Heidi

Zum Gähnen idyllisch

tobi, veröffentlicht am 22.12.2005
Filmbeschreibung
Immer an Weihnachten hat der Begriff "Heimat" Konjunktur, und mit ihr einher geht "Herzschmerz" und "heile Welt". Womöglich vernebeln Lebkuchengewürz und Glühwein die Sinne derart, dass der Drang nach dem scheinbar einfachen Leben fernab von beheizbaren Rückspiegeln die Menschheit übermannt. Auf dieser Welle der Heimeligkeit wird nun auch wieder Heidi, das Waisenkind aus dem Schweizer Dörfli in einer neuen Zeichentrickverfilmung in die Kinos gespült.

Die Geschichte ist die alte. Da wird das arme Kind von der bösen Tante Dete ins dunkle Frankfurt entführt - wo es doch in den Bergen die beste Milch der Welt gibt, die schönste Aussicht und den liebsten Großpapa. Der Superlativ gilt leider nicht für den Film oder höchstens in die andere Richtung. Das Einzige, was an der aseptischen Inszenierung überrascht: dass sie im Kino und nicht im Vormittagsprogramm eines Privatsenders läuft. Kinder, die sich das ansehen müssen, weil die Eltern Sehnsucht kriegen, sind wirklich zu bedauern.
 


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