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Politiker warnen Vogelgrippe könnte WM gefährden Frankfurt/Main - Die in der vergangenen Woche auch in Deutschland nachgewiesene Vogelgrippe könnte die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft (9. Juni bis 9. Juli) gefährden. "Sagen wir mal, das Virus ist da, und es gibt so Riesenveranstaltungen, dann wäre ich schon dafür zu sagen, lasst uns überlegen, die ausfallen zu lassen. Das wäre eher Vorsicht als Mut", sagte die Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses des Bundestages, Bärbel Höhn.
Unterstützung erhält die Grünen-Politikerin vom Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation WHO, Klaus Stöhr. Die Aussagen Höhns seien "keine Schwarzmalerei". Sollte während der WM in Deutschland eine Seuche unter den Menschen ausbrechen, "muss man sich ganz genau überlegen, was man tut".
Weder das deutsche Organisationskomitee (OK) noch der Weltverband FIFA wollten sich am Dienstag zu einer möglichen Gefahr für die Ausrichtung des Turniers äußern und zunächst intern über das Thema beraten.
Laut Stöhr wächst mit der Dauer der Vogelgrippe die Gefahr eines Seuchenausbruchs unter Menschen. Je länger das Virus existiere, desto höher seien die Chancen, dass es auf den Menschen übergehe, sagte der Wissenschaftler.
Diese Überlegungen beziehen sich jedoch auf die Möglichkeit, dass die Vogelgrippe direkt von Mensch zu Mensch übertragen würde. Das ist bisher nicht der Fall. Die 92 bisher bestätigten Todesfälle bei Menschen durch das Virus H5N1 führt die WHO auf direkten intensiven Kontakt mit infiziertem Geflügel zurück.
sid 21.02.2006 - aktualisiert: 04.05.2006, 12:14 Uhr |