Geschäftsidee
Entspannendes aus Stuttgart
dpa/lsw, veröffentlicht am 23.02.2006
Screenshot: SIR
Stuttgart/Frankfurt/Main - Ausgehen soll Entspannung sein - aber so wörtlich wie die Leute von "Neck Attack" hat das in Deutschland vermutlich noch fast niemand genommen. Die Teams ziehen durch Kneipen und bieten spontane Sofortmassagen zwischen Bierglas und Barhocker an. Der Trend kommt aus Australien und wurde erstmals im Herbst 2004 in Stuttgart angeboten. "Ich habe in der Gegend studiert, Stuttgart war mir deshalb nicht unbekannt", sagt der Geschäftsführer von "Neck Attack", Chris Walther.
Angefangen hat das Unternehmen mit Sitz in der baden- württembergischen Landeshauptstadt mit zwei Mitarbeitern, inzwischen sind es in mehreren Bundesländern rund 60. Allein in Stuttgart steht ein Team von rund 20 Mitarbeitern bereit, um Kundenwünsche entgegen zu nehmen. Das Team besteht aus Physiotherapeuten und Wellness- Masseuren. "Im März werden wir unseren Service in rund zehn Großstädten bundesweit anbieten", sagt Walther. Im Angebot sind klassische und australische Massagen. "Wir haben uns insbesondere auf kürzere Massagen durch die Kleidung spezialisiert", sagt Walther.
Die Kneipenaktion des mobilen Massage-Service betrachtet der Geschäftsführer aber eher als Werbegag: "So können wir bekannter werden". Mittelfristig soll das Geld durch Aufträge von Unternehmen, Messen, Kongressen oder Veranstaltern fließen. Dass es Bedarf gibt, zeigt ein Blick in die Referenzliste: Walthers Mitarbeiter haben schon bei Managern von DaimlerChrysler, Porsche, Bosch oder Alcatel Hand angelegt.
Die Reaktionen in den Kneipen sind meist ähnlich: "Wie, jetzt? Hier?" Erstaunt und ungläubig nehmen Barbesucher das Angebot auf. "Ja, massieren hier. Sofort. In der Bar", antwortet Student Alex Hülsberg in Frankfurt/Main dann jedes Mal. Wer sich darauf einlässt, bei dem beginnt der 26-Jährige mit der eingeübten "Akupressur": Er lockert zuerst die Schulterblätter mit den Daumenballen, knetet später den ganzen Rücken - etwa zehn Minuten lang, ohne Massage-Öl, durch die Kleidung. Einen festen Preis hat diese Dienstleistung nicht. Fünf bis zehn Euro zahlen die meisten Kunden, sagt Hülsberg.
Den Massage-Service gibt es seit gut drei Jahren in Sydney. Der Australien-Fan Walther studierte vorübergehend Marketing in "Down Under" und stieß dabei auf den Trend. "Die Einsicht, dass in Sachen Service in Deutschland noch einiges getan werden kann und diese Art von Dienstleistung noch unbekannt war, hat es mich einfach ausprobieren lassen", erinnert sich Walther.
Wellness sollte seiner Meinung nach auch in Deutschland größer geschrieben werden. Büromassagen gebe es zwar auch hier seit längerem, aber das könne noch populärer werden, meint Walther. "Neck Attack" gibt es inzwischen auch in Berlin, Köln, Leipzig und Frankfurt. Angebote in München, Hamburg, Düsseldorf und Wiesbaden sind in Planung.
Spontanmassagen im Internet: www.neckattack.net
Angefangen hat das Unternehmen mit Sitz in der baden- württembergischen Landeshauptstadt mit zwei Mitarbeitern, inzwischen sind es in mehreren Bundesländern rund 60. Allein in Stuttgart steht ein Team von rund 20 Mitarbeitern bereit, um Kundenwünsche entgegen zu nehmen. Das Team besteht aus Physiotherapeuten und Wellness- Masseuren. "Im März werden wir unseren Service in rund zehn Großstädten bundesweit anbieten", sagt Walther. Im Angebot sind klassische und australische Massagen. "Wir haben uns insbesondere auf kürzere Massagen durch die Kleidung spezialisiert", sagt Walther.
Die Kneipenaktion des mobilen Massage-Service betrachtet der Geschäftsführer aber eher als Werbegag: "So können wir bekannter werden". Mittelfristig soll das Geld durch Aufträge von Unternehmen, Messen, Kongressen oder Veranstaltern fließen. Dass es Bedarf gibt, zeigt ein Blick in die Referenzliste: Walthers Mitarbeiter haben schon bei Managern von DaimlerChrysler, Porsche, Bosch oder Alcatel Hand angelegt.
Die Reaktionen in den Kneipen sind meist ähnlich: "Wie, jetzt? Hier?" Erstaunt und ungläubig nehmen Barbesucher das Angebot auf. "Ja, massieren hier. Sofort. In der Bar", antwortet Student Alex Hülsberg in Frankfurt/Main dann jedes Mal. Wer sich darauf einlässt, bei dem beginnt der 26-Jährige mit der eingeübten "Akupressur": Er lockert zuerst die Schulterblätter mit den Daumenballen, knetet später den ganzen Rücken - etwa zehn Minuten lang, ohne Massage-Öl, durch die Kleidung. Einen festen Preis hat diese Dienstleistung nicht. Fünf bis zehn Euro zahlen die meisten Kunden, sagt Hülsberg.
Den Massage-Service gibt es seit gut drei Jahren in Sydney. Der Australien-Fan Walther studierte vorübergehend Marketing in "Down Under" und stieß dabei auf den Trend. "Die Einsicht, dass in Sachen Service in Deutschland noch einiges getan werden kann und diese Art von Dienstleistung noch unbekannt war, hat es mich einfach ausprobieren lassen", erinnert sich Walther.
Wellness sollte seiner Meinung nach auch in Deutschland größer geschrieben werden. Büromassagen gebe es zwar auch hier seit längerem, aber das könne noch populärer werden, meint Walther. "Neck Attack" gibt es inzwischen auch in Berlin, Köln, Leipzig und Frankfurt. Angebote in München, Hamburg, Düsseldorf und Wiesbaden sind in Planung.
Spontanmassagen im Internet: www.neckattack.net
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