Revenge of the Warrior
Mit bloßen Fäusten
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 06.07.2006
Filmbeschreibung
Die Moderne, der Fortschritt, das große Geld rollen als Dampfwalzen über den kleinen Mann hinweg. Aber dieser kleine Mann erweist sich manchmal als zäher Kerl, springt wieder auf und fährt mit bloßen Fäusten auf seine Gegner los, zwingt dem Konkurrenzkampf also seine eigenen Regeln auf. Dieser Subtext durchzieht viele Prügelfilme, aber so dynamisch wie im thailändischen Kino findet er derzeit nirgends Ausdruck. "Revenge of the Warrior - Tom Yum Goong" erzählt fast die gleiche Geschichte wie der Vorgänger "Ong-Bak": Ein Junge vom Land kommt in die Metropole, weil die fiesen Städter die armen Provinzler beklaut haben, und räumt unter den Asphaltschurken gründlich auf.
Aber diesmal führt die Reise ins Ausland, nach Sydney, und der Hauptdarsteller Tony Jaa - einer der begnadetsten Kampfakrobaten, die das Kino je gesehen hat - unterzieht sich noch größeren Schikanen, und der Regisseur Prachya Pinkaew setzt noch stärker auf die pure physische Gewandtheit Jaas. "Revenge of the Warrior" filmt immer wieder reale Kampfkunstextreme, statt sie mit Tricks und Kniffen nur zu suggerieren. Dieses Beharren auf dem realen Handwerk schlägt auch durch auf den Subtext: Bei allem fröhlichen Kitsch, bei allen Momenten der immanenten Selbstironie scheint sich dieser Film noch stärker als andere zu wünschen, die kleinen Leute möchten tatsächlich eine Chance haben, ihre Widersacher in die Schranken zu weisen.
Aber diesmal führt die Reise ins Ausland, nach Sydney, und der Hauptdarsteller Tony Jaa - einer der begnadetsten Kampfakrobaten, die das Kino je gesehen hat - unterzieht sich noch größeren Schikanen, und der Regisseur Prachya Pinkaew setzt noch stärker auf die pure physische Gewandtheit Jaas. "Revenge of the Warrior" filmt immer wieder reale Kampfkunstextreme, statt sie mit Tricks und Kniffen nur zu suggerieren. Dieses Beharren auf dem realen Handwerk schlägt auch durch auf den Subtext: Bei allem fröhlichen Kitsch, bei allen Momenten der immanenten Selbstironie scheint sich dieser Film noch stärker als andere zu wünschen, die kleinen Leute möchten tatsächlich eine Chance haben, ihre Widersacher in die Schranken zu weisen.
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