Kippenberger - Der Film
Ein arbeitstoller Kauz
STZ, veröffentlicht am 19.10.2006
Filmbeschreibung
"Schneller leben" hieß ein Spontispruch der achtziger Jahre. Einer, der ihn beherzigt hat, war der Künstler Martin Kippenberger. Malerei, Installation, Gebrauchskunst, Happening, keine Form war dem begnadeten Selbstdarsteller fremd. Gern provozierte er den Kunstbetrieb: "Ein Bild ist so viel wert", befand er rotzig, "wie dafür bezahlt wird." Seit das Enfant terrible 1997, erst 44 Jahre alt, an einer kaputten Leber verstarb, stieg sein Bekanntheitsgrad dank posthumer Ausstellungen noch. Nun lässt er sich museal einordnen, als eigenwilliges Ruhrpottgewächs, irgendwo zwischen den Vorbildern Warhol und Beuys, selber stilbildend für Jüngere.
Unter dem Titel "Kippenberger - Der Film" hat Jörg Knobel eine dokumentarische Collage über den lebens- und arbeitstollen Kauz gebastelt. Interviews mit Weggefährten wie der Galeristin Gisela Capitain, der Schwarzwälder Sammlerfamilie Grässlin, dem Freund Michel Würthle aus der Berliner Paris-Bar oder den Schwestern des Künstlers wechseln mit Originaldokumenten aus Kippenbergers Leben. Anfangs wirkt das Porträt eher schlicht und fad. Und doch schafft es Knobel, einem den Künstler näher zubringen, dessen Devise lautete "Dieses Leben kann nicht die Ausrede für das nächste sein".
Unter dem Titel "Kippenberger - Der Film" hat Jörg Knobel eine dokumentarische Collage über den lebens- und arbeitstollen Kauz gebastelt. Interviews mit Weggefährten wie der Galeristin Gisela Capitain, der Schwarzwälder Sammlerfamilie Grässlin, dem Freund Michel Würthle aus der Berliner Paris-Bar oder den Schwestern des Künstlers wechseln mit Originaldokumenten aus Kippenbergers Leben. Anfangs wirkt das Porträt eher schlicht und fad. Und doch schafft es Knobel, einem den Künstler näher zubringen, dessen Devise lautete "Dieses Leben kann nicht die Ausrede für das nächste sein".
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