Porsche Cayenne
Diät für das Kultauto
StZ/StN, veröffentlicht am 26.03.2007
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Stuttgart - Cayenne-Fahren in Zeiten des Klimawandels - ist das noch "political" oder gar "ecological correct"? Ein Auto, das viel Straßenraum beansprucht, und ein Motor, der sich bei jedem Kolbenhub einen ordentlichen Schluck aus dem Tank genehmigt - da kommen Fragen auf, die früher nicht gestellt wurden.
Seit fünf Jahren ist der Porsche Cayenne auf dem Markt. 160.000 Exemplare sind bis jetzt vom Band gelaufen. Der erste Relaunch fällt mitten in eine Umweltdebatte, die das Auto unter Generalverdacht stellt und den Geländewagen zum Hauptangeklagten macht. Die Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlicher Meinung war noch nie so groß: Während von Umweltschützern nachgerechnet wird, dass der Ausstoß von Kohlendioxid zwei- bis dreimal so hoch ist wie die Grenzwerte, die die Europäische Gemeinschaft künftig einführen will, genießt der Cayenne auf der Straße immer noch Kultstatus.
Wer "nur" mit der Grundausstattung unterwegs ist, also mit dem 260 PS starken Sechszylinder, kann den Neidfaktor lediglich im unteren einstelligen Bereich feststellen. Erst der drehmomentstarke 500 PS-Turbo-Motor, der bei Vollgasfahrt angeblich mehr als 60 Liter Super plus konsumieren soll, adelt den Cayenne. Doch auch das ist nur ein Fall für Charttechniker, in der Praxis aber völlig unbedeutend.
Wie vernünftig oder unvernünftig ist es also, den hochbeinigen Allradler auf Asphalt zu bewegen, wo doch auch jedes chinesisches PS-Plagiat mühelos zurechtkäme? Erstaunlich ist zunächst einmal eines: der überarbeitete Sechszylinder der zweiten Cayenne-Generation ist alles andere als ein Schluckspecht. Porsches Motorenentwickler haben ihn auf Diät gesetzt - und den Fahrer in die Verantwortung genommen. Tatsächlich kann man mit dem Basis-Cayenne jetzt cruisen, ohne ein Krösus zu sein. Ein Zehn-Liter-Verbrauch ist durchaus drin, wenn man so fährt, dass die Frisur der Erbtante auf der Rückbank nicht verrutscht. Es können aber auch zwanzig Liter auf hundert Kilometer sein, wenn man den Gasfuß nicht im Griff hat. Was dies für die Grenzwerte beim CO2-Ausstoß bedeutet? Eine Differenz von hundert Prozent.
Seit fünf Jahren ist der Porsche Cayenne auf dem Markt. 160.000 Exemplare sind bis jetzt vom Band gelaufen. Der erste Relaunch fällt mitten in eine Umweltdebatte, die das Auto unter Generalverdacht stellt und den Geländewagen zum Hauptangeklagten macht. Die Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlicher Meinung war noch nie so groß: Während von Umweltschützern nachgerechnet wird, dass der Ausstoß von Kohlendioxid zwei- bis dreimal so hoch ist wie die Grenzwerte, die die Europäische Gemeinschaft künftig einführen will, genießt der Cayenne auf der Straße immer noch Kultstatus.
Wer "nur" mit der Grundausstattung unterwegs ist, also mit dem 260 PS starken Sechszylinder, kann den Neidfaktor lediglich im unteren einstelligen Bereich feststellen. Erst der drehmomentstarke 500 PS-Turbo-Motor, der bei Vollgasfahrt angeblich mehr als 60 Liter Super plus konsumieren soll, adelt den Cayenne. Doch auch das ist nur ein Fall für Charttechniker, in der Praxis aber völlig unbedeutend.
Wie vernünftig oder unvernünftig ist es also, den hochbeinigen Allradler auf Asphalt zu bewegen, wo doch auch jedes chinesisches PS-Plagiat mühelos zurechtkäme? Erstaunlich ist zunächst einmal eines: der überarbeitete Sechszylinder der zweiten Cayenne-Generation ist alles andere als ein Schluckspecht. Porsches Motorenentwickler haben ihn auf Diät gesetzt - und den Fahrer in die Verantwortung genommen. Tatsächlich kann man mit dem Basis-Cayenne jetzt cruisen, ohne ein Krösus zu sein. Ein Zehn-Liter-Verbrauch ist durchaus drin, wenn man so fährt, dass die Frisur der Erbtante auf der Rückbank nicht verrutscht. Es können aber auch zwanzig Liter auf hundert Kilometer sein, wenn man den Gasfuß nicht im Griff hat. Was dies für die Grenzwerte beim CO2-Ausstoß bedeutet? Eine Differenz von hundert Prozent.
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