Rezept zum Verlieben
Für den Allerweltsgeschmack
Ina Hochreuther, veröffentlicht am 13.09.2007
Filmbeschreibung
Manche Gerichte schmecken aufgewärmt so gut wie frisch zubereitet. Aber trifft das auch auf Filmideen zu? Vor sechs Jahren landete die deutsche Regisseurin Sandra Nettelbeck mit ihrem Kinoerstling "Bella Martha" einen so großen Erfolg, dass dieser auch amerikanischen Produzenten Appetit machte. Die Geschichte um eine Köchin (damals wunderbar gespielt von Martina Gedeck), die nur ihren Beruf kennt, sich aber plötzlich auch um ihre kleine Nichte kümmern muss und dann sogar noch im Restaurant Konkurrenz durch einen italienischen Kollegen erhält, sie kommt nun als aufwendiges amerikanisches Remake auf unsere Leinwände.
Der Film heißt nun "Rezept zum Verlieben", er übernimmt alle wesentlichen Handlungsmomente seiner Vorlage, peppt aber die Inszenierung deutlich auf. Die Meisterköchin Kate Armstrong (Catherine Zeta-Jones) wirbelt mit tänzerischer Eleganz durch ihr Refugium, die Küche eines Gourmetrestaurants in Manhattan. Den Gästen aber lässt sie sich nur äußerst widerwillig vorführen. Viel lieber plaudert sie mit Markthändlern über die Qualität des Essens.
Ihr fest gefügtes Leben mit dem präzise durchgeplantem Tagesablauf gerät schließlich ins Wanken, als ihre Schwester bei einem Unfall ums Leben kommt und sie die neunjährige Zoe bei sich aufnehmen muss. Um Kate zu entlasten, wird mit Nick (Aaron Eckhart) ein weiterer Koch eingestellt, dessen fröhlich-lässige Arbeitsweise aber wenig zur ernsthaften Art seiner Kollegin passt. Erst als es ihm wie nebenbei gelingt, die verstörte Zoe zum Leerfuttern eines Tellers Spaghetti zu bewegen, beginnt Kate seine Qualitäten wahrzunehmen.
Die Drehbuchautorin Carol Fuchs und der Regisseur Scott Hicks ("Shine") zeigen eine tatkräftige Frau, die sich in ihrer Arbeit wie in einem Schutzraum eingerichtet hat. Auch wenn man Catherine Zeta-Jones das Gourmethandwerk nicht immer abnimmt, in den emotionalen Szenen mit Kind und potenziellem Mann überzeugt sie. Vor allem aber prägen schöne Bilder diese Entwicklungsgeschichte. Der Kameramann Stuart Dryburgh zeigt wundervolle New Yorker Stadtansichten. Kates riesige Wohnung wirkt gleichzeitig durchgestylt und atmosphärisch. Um die Authentizität am Hauptspielort, der Restaurantküche, zu wahren, wurden Profis als Küchenpersonal engagiert. Sorgsam zubereitetes Unterhaltungskino wird hier aufgetischt ein, perfekt abgewürzt - ein bisschen hiervon, ein bisschen davon - für den Allerweltsgeschmack. Vielleicht sehnt man sich genau deshalb manchmal nach der unverwechselbaren Kost des Originals zurück.
Der Film heißt nun "Rezept zum Verlieben", er übernimmt alle wesentlichen Handlungsmomente seiner Vorlage, peppt aber die Inszenierung deutlich auf. Die Meisterköchin Kate Armstrong (Catherine Zeta-Jones) wirbelt mit tänzerischer Eleganz durch ihr Refugium, die Küche eines Gourmetrestaurants in Manhattan. Den Gästen aber lässt sie sich nur äußerst widerwillig vorführen. Viel lieber plaudert sie mit Markthändlern über die Qualität des Essens.
Ihr fest gefügtes Leben mit dem präzise durchgeplantem Tagesablauf gerät schließlich ins Wanken, als ihre Schwester bei einem Unfall ums Leben kommt und sie die neunjährige Zoe bei sich aufnehmen muss. Um Kate zu entlasten, wird mit Nick (Aaron Eckhart) ein weiterer Koch eingestellt, dessen fröhlich-lässige Arbeitsweise aber wenig zur ernsthaften Art seiner Kollegin passt. Erst als es ihm wie nebenbei gelingt, die verstörte Zoe zum Leerfuttern eines Tellers Spaghetti zu bewegen, beginnt Kate seine Qualitäten wahrzunehmen.
Die Drehbuchautorin Carol Fuchs und der Regisseur Scott Hicks ("Shine") zeigen eine tatkräftige Frau, die sich in ihrer Arbeit wie in einem Schutzraum eingerichtet hat. Auch wenn man Catherine Zeta-Jones das Gourmethandwerk nicht immer abnimmt, in den emotionalen Szenen mit Kind und potenziellem Mann überzeugt sie. Vor allem aber prägen schöne Bilder diese Entwicklungsgeschichte. Der Kameramann Stuart Dryburgh zeigt wundervolle New Yorker Stadtansichten. Kates riesige Wohnung wirkt gleichzeitig durchgestylt und atmosphärisch. Um die Authentizität am Hauptspielort, der Restaurantküche, zu wahren, wurden Profis als Küchenpersonal engagiert. Sorgsam zubereitetes Unterhaltungskino wird hier aufgetischt ein, perfekt abgewürzt - ein bisschen hiervon, ein bisschen davon - für den Allerweltsgeschmack. Vielleicht sehnt man sich genau deshalb manchmal nach der unverwechselbaren Kost des Originals zurück.
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