Ballungsraum im Spiegel der Zahlen
Hotel sucht Urlauber
Ulrich Stolte, aus der StZ vom 29. Dezember 2007, veröffentlicht am 28.12.2007
Esslingen - "Wir brauchen mehr Hotels", sagt die Stuttgart-Marketing. Die Hoteliers der Region sind da eher zurückhaltend. Wer neu kommt, der muss sich eine gute Strategie überlegen, um am Markt zu bleiben. So wie das Best-Western-Hotel in Esslingen.
Seit zwei Jahren steht das Best-Western-Hotel direkt neben dem neuen Esslinger Forum. Frieder Lempp ist seit einem halben Jahr der neue geschäftsführende Direktor als Nachfolger von Michael Lopacki. Für Lempp ist klar, dass sich das Hotel zunächst auf Geschäftskunden spezialisieren musste. In Gestalt der Marketing-Chefin Birgit Bosse nahm das Hotel Kontakt zu den Firmen der Region auf, um bei der Bettenvergabe berücksichtigt zu werden. "Es gab bis dahin in Esslingen kein international ausgerichtetes Viersternehaus", sagt Frieder Lempp, "wir hatten den Eindruck, die Firmen hatten nur darauf gewartet, dass wir zu ihnen kommen würden." Für ihn war diese Strategie die richtige, denn die Esslinger Hotels leben von den Geschäftsreisenden. Sein Hotel ist zu 70 Prozent mit Geschäftskunden ausgelastet, zu fünf Prozent mit Touristen und zu 15 Prozent mit anderen Gästen.
Diese fünf Prozent Urlauber sind Frieder Lempp zu wenig. Der Hotelier ist zwar mit der Auslastung an den Werktagen zufrieden, versucht aber nun in einem zweiten Schritt, die Touristikgäste ins Haus zu holen. Eine Maßnahme war, sich den großen Busreiseunternehmen vorzustellen, eine andere war die Zusammenarbeit mit der Stuttgart-Marketing. Das Hotel bekommt von dort Gästekontingente, denn die Stadtgrenzen zählen für einen Touristen nicht. "Von Esslingen aus ist ein Gast schneller in der Wilhelma als von Vaihingen aus", sagt Lempp.
Für den Hotelmanager besteht das Problem darin, dass Esslingen, wie viele sehenswerte Städte in der Region, keine Tourismusdestination ist wie Heidelberg oder Rothenburg ob der Tauber. Dabei ist Lempp von den touristischen Angeboten Esslingens überzeugt: Nicht nur der Weihnachtsmarkt, auch die Altstadt und die Kirchen erheben Esslingen für ihn in den Rang einer sehenswerten Stadt, die Stuttgart mindestens gleichkommt. Sehr gefreut hat es den Hotelier, als Esslingen in einem Städtereisekatalog auftauchte. Das - und das neue "Merian"-Heft, Esslingens Stadtmarketing und noch viele weitere Helfer, so schätzt Lempp, werde es noch brauchen, bis Esslingen für die nationalen und internationalen Gäste touristisch erschlossen ist. Denn nur Gäste, die von weiter weg anreisen, übernachten auch in der Stadt.
Seit zwei Jahren steht das Best-Western-Hotel direkt neben dem neuen Esslinger Forum. Frieder Lempp ist seit einem halben Jahr der neue geschäftsführende Direktor als Nachfolger von Michael Lopacki. Für Lempp ist klar, dass sich das Hotel zunächst auf Geschäftskunden spezialisieren musste. In Gestalt der Marketing-Chefin Birgit Bosse nahm das Hotel Kontakt zu den Firmen der Region auf, um bei der Bettenvergabe berücksichtigt zu werden. "Es gab bis dahin in Esslingen kein international ausgerichtetes Viersternehaus", sagt Frieder Lempp, "wir hatten den Eindruck, die Firmen hatten nur darauf gewartet, dass wir zu ihnen kommen würden." Für ihn war diese Strategie die richtige, denn die Esslinger Hotels leben von den Geschäftsreisenden. Sein Hotel ist zu 70 Prozent mit Geschäftskunden ausgelastet, zu fünf Prozent mit Touristen und zu 15 Prozent mit anderen Gästen.
Diese fünf Prozent Urlauber sind Frieder Lempp zu wenig. Der Hotelier ist zwar mit der Auslastung an den Werktagen zufrieden, versucht aber nun in einem zweiten Schritt, die Touristikgäste ins Haus zu holen. Eine Maßnahme war, sich den großen Busreiseunternehmen vorzustellen, eine andere war die Zusammenarbeit mit der Stuttgart-Marketing. Das Hotel bekommt von dort Gästekontingente, denn die Stadtgrenzen zählen für einen Touristen nicht. "Von Esslingen aus ist ein Gast schneller in der Wilhelma als von Vaihingen aus", sagt Lempp.
Für den Hotelmanager besteht das Problem darin, dass Esslingen, wie viele sehenswerte Städte in der Region, keine Tourismusdestination ist wie Heidelberg oder Rothenburg ob der Tauber. Dabei ist Lempp von den touristischen Angeboten Esslingens überzeugt: Nicht nur der Weihnachtsmarkt, auch die Altstadt und die Kirchen erheben Esslingen für ihn in den Rang einer sehenswerten Stadt, die Stuttgart mindestens gleichkommt. Sehr gefreut hat es den Hotelier, als Esslingen in einem Städtereisekatalog auftauchte. Das - und das neue "Merian"-Heft, Esslingens Stadtmarketing und noch viele weitere Helfer, so schätzt Lempp, werde es noch brauchen, bis Esslingen für die nationalen und internationalen Gäste touristisch erschlossen ist. Denn nur Gäste, die von weiter weg anreisen, übernachten auch in der Stadt.
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