Smilla, Flocke, Arktika
Wie soll das Eisbärmädchen heißen?
dpa, veröffentlicht am 10.01.2008
Nürnberg - "Es ist ein absolut ruhiges und braves Baby", schwärmt Tiergarten-Vizechef Helmut Mägdefrau. Schlafen, trinken, schlafen - das kennzeichnet den Rhythmus des Eisbärenbabys, das im Nürnberger Tiergarten mit der Hand aufgezogen wird. Auch die zweite Nacht ohne seine Mutter hat es problemlos überstanden. Vom Rummel drumherum bekommt die Kleine bisher nichts mit. Sie wird von der Öffentlichkeit streng abgeschirmt. Unterdessen steigt das Eisbären-Fieber à la Knut unaufhaltsam: Viele Tausend Tierfreunde in Deutschland nehmen Anteil an der Entwicklung der kleinen Eisbärin, schicken gute Wünsche und machen Namensvorschläge. Medien aus aller Welt interessieren sich für das winzige Bärchen.
Durstig nuckelt die Kleine an ihrem Fläschchen. Inzwischen verlangt sie alle drei Stunden nach ihrer Milch, trinkt jeweils 80 Milliliter und wiegt bereits 2000 Gramm. Tierarzt Bernhard Neurohr ist optimistisch: "Herztöne, Lungengeräusche sowie Magen- und Darmgeräusche sind völlig normal", hat er festgestellt.
Vier Tierpfleger wechseln sich rund um die Uhr bei der Betreuung des Jungtiers ab, nehmen es in den Arm und knuddeln es. Die kleine Eisbärin scheine sich zu freuen, wenn sie Körperwärme spüre, berichtet Mägdefrau. Sehen kann sie die Welt um sich herum allerdings noch nicht: Die Augen des rund vier Wochen alten Babys sind weiterhin geschlossen. Doch ein kleiner Spalt öffnet sich langsam. Die Bewegungen sind noch ziellos und unbeholfen. "Es kann zur Zeit nur tapsen, strampeln und schreien", schildert Mägdefrau.
Man gehe von einem stabilen Immunsystem aus, da das Eisbärenbaby dank der Muttermilch in den ersten Wochen gut versorgt wurde, sagt Mägdefrau. Auch die unvorsichtige Behandlung durch die Mutter, die das Baby am Dienstag mehrmals fallen ließ, habe der kleinen Eisbärin anscheinend nicht geschadet. "Wir sind optimistisch. Es gibt aber immer ein gewisses Restrisiko. Es könnte trotzdem noch zu Infektionskrankheiten oder Entwicklungsstörungen kommen." Der Tiergarten sucht aber bereits einen Spielgefährten für das Kleine. Dazu stehe man im Kontakt etwa mit dem Zoo in Moskau. "Man könnte die beiden dann zusammen aufziehen und später in ein gemeinsames Gehege verlegen", hofft Mägdefrau.
Der Öffentlichkeit wird das Baby vermutlich erst nach Ostern präsentiert werden. Das Interesse ist aber jetzt schon riesig. Hunderte von Medienanfragen treffen ein. Bis aus der japanischen Hauptstadt Tokio interessieren sich Journalisten für die kleine Bärin. Viele tausende Tierfreunde aus ganz Deutschland senden Glückwünsche und Namensvorschläge. "Alles Gute wünschen wir der kleinen Eisbärin und dem Team! Wir nennen Sie "Smilla"", schreibt Tine aus Schleswig Holstein im Internet-Gästebuch des Tiergartens.
Die 17-jährige Steffi aus Neuwied (Rheinland-Pfalz) würde das "süße Eisbärmädel" gerne "Lucky" oder "Fine" nennen. Auch ungewöhnliche Namen wie "Arktika", "Bumbäng" oder "Tapsiline" werden genannt. Einer der Tierpfleger des Eisbärenbabys hat sich bereits für einen Kosenamen entschieden. Horst Mausner sagte auf N24: "Ich habe sie heute in den Händen gehabt und sie angeschaut schneeweiß wie eine Flocke! Für mich ist es jetzt die Flocke." Auf der Internetseite www.eisbaer.nuernberg.de können Namen vorgeschlagen werden.
Zugleich wird noch immer heftig über die Entscheidungen der Tiergartenleitung diskutiert. Sie hatte zunächst nicht in die Aufzucht eingegriffen. Zwei Babys von Eisbärweibchen Vilma waren gestorben. Das Kleine der Eisbärin Vera wurde einen Tag später aus Sicherheitsgründen von der Mutter getrennt. "Respekt an alle Verantwortlichen", schreibt Sven (27) aus Nürnberg. "Ihre in den letzten Tagen getroffenen Entscheidungen waren für mich absolut und in jeder Hinsicht nachvollziehbar. Sie waren mutig und in vollem Umfang richtig." Der 61-jährige Manfred Baum auf Grefrath in Nordrhein-Westfalen meint dagegen: "Warum müssen erst zwei junge Eisbärkinder sterben, bevor sich die Leitung des Tiergartens dazu durchringt, ein Baby mit der Flasche aufzuziehen."
Mehr zum Eisbär-Baby: www.eisbaer.nuernberg.de
Durstig nuckelt die Kleine an ihrem Fläschchen. Inzwischen verlangt sie alle drei Stunden nach ihrer Milch, trinkt jeweils 80 Milliliter und wiegt bereits 2000 Gramm. Tierarzt Bernhard Neurohr ist optimistisch: "Herztöne, Lungengeräusche sowie Magen- und Darmgeräusche sind völlig normal", hat er festgestellt.
Vier Tierpfleger wechseln sich rund um die Uhr bei der Betreuung des Jungtiers ab, nehmen es in den Arm und knuddeln es. Die kleine Eisbärin scheine sich zu freuen, wenn sie Körperwärme spüre, berichtet Mägdefrau. Sehen kann sie die Welt um sich herum allerdings noch nicht: Die Augen des rund vier Wochen alten Babys sind weiterhin geschlossen. Doch ein kleiner Spalt öffnet sich langsam. Die Bewegungen sind noch ziellos und unbeholfen. "Es kann zur Zeit nur tapsen, strampeln und schreien", schildert Mägdefrau.
Man gehe von einem stabilen Immunsystem aus, da das Eisbärenbaby dank der Muttermilch in den ersten Wochen gut versorgt wurde, sagt Mägdefrau. Auch die unvorsichtige Behandlung durch die Mutter, die das Baby am Dienstag mehrmals fallen ließ, habe der kleinen Eisbärin anscheinend nicht geschadet. "Wir sind optimistisch. Es gibt aber immer ein gewisses Restrisiko. Es könnte trotzdem noch zu Infektionskrankheiten oder Entwicklungsstörungen kommen." Der Tiergarten sucht aber bereits einen Spielgefährten für das Kleine. Dazu stehe man im Kontakt etwa mit dem Zoo in Moskau. "Man könnte die beiden dann zusammen aufziehen und später in ein gemeinsames Gehege verlegen", hofft Mägdefrau.
Der Öffentlichkeit wird das Baby vermutlich erst nach Ostern präsentiert werden. Das Interesse ist aber jetzt schon riesig. Hunderte von Medienanfragen treffen ein. Bis aus der japanischen Hauptstadt Tokio interessieren sich Journalisten für die kleine Bärin. Viele tausende Tierfreunde aus ganz Deutschland senden Glückwünsche und Namensvorschläge. "Alles Gute wünschen wir der kleinen Eisbärin und dem Team! Wir nennen Sie "Smilla"", schreibt Tine aus Schleswig Holstein im Internet-Gästebuch des Tiergartens.
Die 17-jährige Steffi aus Neuwied (Rheinland-Pfalz) würde das "süße Eisbärmädel" gerne "Lucky" oder "Fine" nennen. Auch ungewöhnliche Namen wie "Arktika", "Bumbäng" oder "Tapsiline" werden genannt. Einer der Tierpfleger des Eisbärenbabys hat sich bereits für einen Kosenamen entschieden. Horst Mausner sagte auf N24: "Ich habe sie heute in den Händen gehabt und sie angeschaut schneeweiß wie eine Flocke! Für mich ist es jetzt die Flocke." Auf der Internetseite www.eisbaer.nuernberg.de können Namen vorgeschlagen werden.
Zugleich wird noch immer heftig über die Entscheidungen der Tiergartenleitung diskutiert. Sie hatte zunächst nicht in die Aufzucht eingegriffen. Zwei Babys von Eisbärweibchen Vilma waren gestorben. Das Kleine der Eisbärin Vera wurde einen Tag später aus Sicherheitsgründen von der Mutter getrennt. "Respekt an alle Verantwortlichen", schreibt Sven (27) aus Nürnberg. "Ihre in den letzten Tagen getroffenen Entscheidungen waren für mich absolut und in jeder Hinsicht nachvollziehbar. Sie waren mutig und in vollem Umfang richtig." Der 61-jährige Manfred Baum auf Grefrath in Nordrhein-Westfalen meint dagegen: "Warum müssen erst zwei junge Eisbärkinder sterben, bevor sich die Leitung des Tiergartens dazu durchringt, ein Baby mit der Flasche aufzuziehen."
Mehr zum Eisbär-Baby: www.eisbaer.nuernberg.de
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