G8 in der Diskussion
Zu viele Gymnasiasten sind ein Problem
Renate Allgöwer, aus der StZ vom 7. Februar 2008, veröffentlicht am 06.02.2008
Stuttgart - Auch die Lehrer haben kein Rezept für die Verbesserung des achtjährigen Gymnasiums. Die Bildungspläne sind nicht genügend gekürzt. Es kann nicht noch mehr Stoff rausfallen. Manche sehen die Zukunft in der Ganztagsschule, aber nicht alle.
Das Hauptproblem des achtjährigen Gymnasiums sind die vielen Schulstunden, findet der Backnanger Biologielehrer Hermann Reinhardt. Für ihn steht fest: "Ohne Stundenkürzungen geht es nicht." Nur wo, ist die große Frage. Reinhardt sagt, in den naturwissenschaftlichen Fächern gehe es gar nicht. Der Englisch- und Französischlehrer Bernd Saur aus Ulm wehrt ab: "Den Fremdsprachen fehlen schon jetzt acht Stunden gegenüber dem neunjährigen Gymnasium, hier ist gar nichts mehr drin." Zu fordern, dass dann Religionslehre, Musik oder bildende Kunst ganz gestrichen werden, käme für alle, die vom Gymnasium einen Grundstock an Allgemeinbildung erwarten, dem Untergang des Abendlands gleich. Aber auch die Inhalte der Bildungspläne sind für Bernd Saur vom Philologenverband inzwischen weitgehend unantastbar. "Ein bisschen Fleisch muss schon noch am Knochen sein." Er macht sich ohnehin schon Sorgen um die Qualität. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, man könne ohne Konsequenzen ein Schuljahr streichen."
Überhaupt die Bildungspläne. Sie sind schon sehr allgemein formuliert, findet Hermann Reinhardt. Ein bisschen habe das Ministerium die Lehrer da schon allein gelassen. "Es wäre uns lieber gewesen, die Standards hätten uns mehr vermittelt, wo Schwerpunkte gesetzt werden müssen." Jetzt griffen viele Lehrer auf die alten Lehrpläne zurück, sicherheitshalber und mit Blick auf die Vergleichsarbeiten. Dabei wird landesweit alle zwei Jahre in einheitlichen Tests überprüft, ob die Schüler die Standards erreicht haben.
Für Paul Droll, den Leiter des Gymnasiums in Achern, liegt die Lösung auf der Hand. "Das Gymnasium entwickelt sich zur Ganztagsschule." Er hält nichts davon, an der Stundentafel herumzukürzen. "Das ist Blödsinn." Gymnasiasten in Deutschland haben im Durchschnitt 933 volle Stunden Unterricht pro Jahr. Im europäischen Vergleich sei das wenig. In Frankreich können EU-Statistikern zufolge 990 Stunden zusammenkommen, in den Niederlanden, in Irland oder Liechtenstein sogar mehr als 1000 Stunden. Droll sieht die Herausforderung darin, die notwendigen Unterrichtsstunden pädagogisch sinnvoll zu verteilen.
Inzwischen haben sich meisten Bundesländer darauf verständigt, in Klasse fünf und sechs 31 und 32 Schulstunden pro Woche zu unterrichten. Dafür kommt es ab Klasse acht dick. Dann sind 36 Unterrichtsstunden pro Woche unterzubringen. "Das geht nicht in der Halbtagsschule", sagt Droll, der auch im Landesschulbeirat, dem Beratergremium des Kultusministeriums, sitzt. Was andere GymnasiallehreralsProblem ansehen, ist für Droll eine Zukunftsaufgabe: Die Übergangsquote auf die Gymnasien steigt stetig, und sie soll weiter steigen. Leider, finden manche Lehrer. Im laufenden Schuljahr haben im Landesdurchschnitt 39,5 Prozent der Viertklässler aufs Gymnasium gewechselt, in einigen Städten liegt die Quote schon bei 50 Prozent. Das bedeutet für die Gymnasiallehrer, dass sie sich nicht mehr darauf verlassen können, dass zu Hause gut gebildete Eltern nur darauf warten, ihren Sprösslingen unter die Arme zu greifen. "Es geht nicht mehr nur um die Reproduktion des Bildungsbürgertums, das soziale Spektrum ist breiter geworden", sagt Droll, das bedeute zusätzliche Aufgaben für die Schule.
Hausaufgabenhilfe und Förderkurse müssen angeboten werden. Durchfallen ist politisch nicht gewollt. In Achern hatte Rektor Droll vor zwei Jahren bei 1574 Schülern eine Sitzenbleiberquote von 0,6 Prozent.
Auf die Bildungspläne muss man nach Drolls Einschätzung noch einmal genau schauen. Das geschieht auch. Das Kultusministerium hat Runde Tische zu den meisten Schulfächern eingerichtet, Ende April soll der Austausch zwischen Eltern, Lehrern und Schülervertretern beendet sein. Änderungen sind nicht ausgeschlossen, ein Sprecher von Kultusminister Rau (CDU) jedenfalls erklärt, "wir werden über Korrekturen nachdenken und verschließen uns Argumenten nicht". Droll bewertet die Grundentscheidungen als korrekt. Aber die neuen Vorgaben, zum Beispiel dass die Schüler mehr Methodenkompetenz erwerben sollen, brauchen mehr Zeit. Und eigentlich auch mehr Lehrer. Der Markt ist jedoch leer gefegt. Am achtjährigen Gymnasium führt laut Droll kein Weg vorbei, "das ist der normale europäische Standard".
Standard, wie auch die Ganztagsschule. Drolls Vision ist, "die Schüler sind von 7.40 bis 15.30 Uhr in der Schule. Danach ist alles erledigt". Zu Hause wären "höchstens noch zehn Minuten Vokabeln zu lernen und eventuell ein Buch zu lesen". Für Bernd Saur ist das eher ein Schreckensbild. "60 Prozent der Schüler schaffen die Anforderungen gut, sie haben noch Zeit für Vereine und Musikschulen. Für sie wäre das Zwangsbeschulung." Für schwächere wäre die Ganztagsschule sicher das Richtige. Aber Saur rät zum Abwarten. "Wir sind mit dem achtjährigen Gymnasium erst bei Klasse acht." Zwar habe der Druck etwas zugenommen, aber nach Saurs Ansicht, wird er "zum Teil auch instrumentalisiert". Immerhin wäre in seiner achten Klasse jetzt nach den Halbjahreszeugnissen keiner sitzengeblieben.
Wenn die Ganztagsschule kommt, müssen die Ressourcen stimmen. Zusätzliche Gebäude und Personal für die Betreuung, Arbeitsplätze für die Lehrer, das alles gibt es nicht zum Nulltarif. Das sagt auch Karl-Heinz Wurster, der Landesvorsitzende des Philologenverbands. Dass Lehrer freiwillig und unentgeltlich Förderunterricht geben, findet er löblich, aber nicht im Sinne des Verbands.
Das Hauptproblem des achtjährigen Gymnasiums sind die vielen Schulstunden, findet der Backnanger Biologielehrer Hermann Reinhardt. Für ihn steht fest: "Ohne Stundenkürzungen geht es nicht." Nur wo, ist die große Frage. Reinhardt sagt, in den naturwissenschaftlichen Fächern gehe es gar nicht. Der Englisch- und Französischlehrer Bernd Saur aus Ulm wehrt ab: "Den Fremdsprachen fehlen schon jetzt acht Stunden gegenüber dem neunjährigen Gymnasium, hier ist gar nichts mehr drin." Zu fordern, dass dann Religionslehre, Musik oder bildende Kunst ganz gestrichen werden, käme für alle, die vom Gymnasium einen Grundstock an Allgemeinbildung erwarten, dem Untergang des Abendlands gleich. Aber auch die Inhalte der Bildungspläne sind für Bernd Saur vom Philologenverband inzwischen weitgehend unantastbar. "Ein bisschen Fleisch muss schon noch am Knochen sein." Er macht sich ohnehin schon Sorgen um die Qualität. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, man könne ohne Konsequenzen ein Schuljahr streichen."
Überhaupt die Bildungspläne. Sie sind schon sehr allgemein formuliert, findet Hermann Reinhardt. Ein bisschen habe das Ministerium die Lehrer da schon allein gelassen. "Es wäre uns lieber gewesen, die Standards hätten uns mehr vermittelt, wo Schwerpunkte gesetzt werden müssen." Jetzt griffen viele Lehrer auf die alten Lehrpläne zurück, sicherheitshalber und mit Blick auf die Vergleichsarbeiten. Dabei wird landesweit alle zwei Jahre in einheitlichen Tests überprüft, ob die Schüler die Standards erreicht haben.
Für Paul Droll, den Leiter des Gymnasiums in Achern, liegt die Lösung auf der Hand. "Das Gymnasium entwickelt sich zur Ganztagsschule." Er hält nichts davon, an der Stundentafel herumzukürzen. "Das ist Blödsinn." Gymnasiasten in Deutschland haben im Durchschnitt 933 volle Stunden Unterricht pro Jahr. Im europäischen Vergleich sei das wenig. In Frankreich können EU-Statistikern zufolge 990 Stunden zusammenkommen, in den Niederlanden, in Irland oder Liechtenstein sogar mehr als 1000 Stunden. Droll sieht die Herausforderung darin, die notwendigen Unterrichtsstunden pädagogisch sinnvoll zu verteilen.
Inzwischen haben sich meisten Bundesländer darauf verständigt, in Klasse fünf und sechs 31 und 32 Schulstunden pro Woche zu unterrichten. Dafür kommt es ab Klasse acht dick. Dann sind 36 Unterrichtsstunden pro Woche unterzubringen. "Das geht nicht in der Halbtagsschule", sagt Droll, der auch im Landesschulbeirat, dem Beratergremium des Kultusministeriums, sitzt. Was andere GymnasiallehreralsProblem ansehen, ist für Droll eine Zukunftsaufgabe: Die Übergangsquote auf die Gymnasien steigt stetig, und sie soll weiter steigen. Leider, finden manche Lehrer. Im laufenden Schuljahr haben im Landesdurchschnitt 39,5 Prozent der Viertklässler aufs Gymnasium gewechselt, in einigen Städten liegt die Quote schon bei 50 Prozent. Das bedeutet für die Gymnasiallehrer, dass sie sich nicht mehr darauf verlassen können, dass zu Hause gut gebildete Eltern nur darauf warten, ihren Sprösslingen unter die Arme zu greifen. "Es geht nicht mehr nur um die Reproduktion des Bildungsbürgertums, das soziale Spektrum ist breiter geworden", sagt Droll, das bedeute zusätzliche Aufgaben für die Schule.
Hausaufgabenhilfe und Förderkurse müssen angeboten werden. Durchfallen ist politisch nicht gewollt. In Achern hatte Rektor Droll vor zwei Jahren bei 1574 Schülern eine Sitzenbleiberquote von 0,6 Prozent.
Auf die Bildungspläne muss man nach Drolls Einschätzung noch einmal genau schauen. Das geschieht auch. Das Kultusministerium hat Runde Tische zu den meisten Schulfächern eingerichtet, Ende April soll der Austausch zwischen Eltern, Lehrern und Schülervertretern beendet sein. Änderungen sind nicht ausgeschlossen, ein Sprecher von Kultusminister Rau (CDU) jedenfalls erklärt, "wir werden über Korrekturen nachdenken und verschließen uns Argumenten nicht". Droll bewertet die Grundentscheidungen als korrekt. Aber die neuen Vorgaben, zum Beispiel dass die Schüler mehr Methodenkompetenz erwerben sollen, brauchen mehr Zeit. Und eigentlich auch mehr Lehrer. Der Markt ist jedoch leer gefegt. Am achtjährigen Gymnasium führt laut Droll kein Weg vorbei, "das ist der normale europäische Standard".
Standard, wie auch die Ganztagsschule. Drolls Vision ist, "die Schüler sind von 7.40 bis 15.30 Uhr in der Schule. Danach ist alles erledigt". Zu Hause wären "höchstens noch zehn Minuten Vokabeln zu lernen und eventuell ein Buch zu lesen". Für Bernd Saur ist das eher ein Schreckensbild. "60 Prozent der Schüler schaffen die Anforderungen gut, sie haben noch Zeit für Vereine und Musikschulen. Für sie wäre das Zwangsbeschulung." Für schwächere wäre die Ganztagsschule sicher das Richtige. Aber Saur rät zum Abwarten. "Wir sind mit dem achtjährigen Gymnasium erst bei Klasse acht." Zwar habe der Druck etwas zugenommen, aber nach Saurs Ansicht, wird er "zum Teil auch instrumentalisiert". Immerhin wäre in seiner achten Klasse jetzt nach den Halbjahreszeugnissen keiner sitzengeblieben.
Wenn die Ganztagsschule kommt, müssen die Ressourcen stimmen. Zusätzliche Gebäude und Personal für die Betreuung, Arbeitsplätze für die Lehrer, das alles gibt es nicht zum Nulltarif. Das sagt auch Karl-Heinz Wurster, der Landesvorsitzende des Philologenverbands. Dass Lehrer freiwillig und unentgeltlich Förderunterricht geben, findet er löblich, aber nicht im Sinne des Verbands.
Kommentare
w,
26.01.2009 19:52
dad
Arwed Emminghaus,
16.04.2008 21:39
Es ist und bleibt, wie es ist:
Kinder sind Kinder und ihre Ausbildung und Erziehung muss deshalb den physischen und physiologischen Bedingungen gerecht werden, die eine Kindheit nun eben mal mit sich bringt. Das braucht Zeit und ist zu einem Großteil von Eltern zu leisten. Keine noch so optimierte Form von Schule kann dies ersetzen. Das G8 ist definitv der Schuss in die falsche Rictung. Die guten Ansätze im inhaltlichen Bereich werden gleich wieder kompensiert durch Kürzung um ein Schuljahr.
Wir brauchen keine Ausdünnun des jetzigen Lehrplans oder die Abschaffung der Hausaufgaben. Wir brauchen alle mehr Zeit! Es gibt keinen Puffer mehr. Die tägiche Belastung durch Schule und Lernen eines Achtklässlers liegt jetzt schon höher als bei einem Erwachsenen. Diese Belastung wird nicht geringer, wenn die Schüler in Ganztageseinrichtungen gehen. Das Liese-Meitner-Gymnasium in Böblingen ist schon längst so eingerichtet und trotzdem müssen die Schüler zu Hause täglich lernen. Auch OHNE offizielle Hausarbeit.
Kinder müssen auch Dinge lernen, die keine Schule der Welt lehrt: Vertrauen, Menschlichkeit, Generationentoleranz, die Welt jenseits der Schulmauern. Sie brauchen unverplante Zeit zum Großwerden. Sie brauchen ihre Eltern und Geschwister und Freunde zum Großwerden.
Das kann KEINE Schule! Also meine Forderung an Herrn Öttinger: Gebt uns die gestohlene Zeit zurück! Macht aus G8 einfach G9 und lasst den Rest der Reform erst einmal wirken. Das ist ganz einfach.
Oder sollen die Kinder erst die Schulbänke und dann unseren Staat verbrennen, bevor Ihr reagiert?
Kinder sind Kinder und ihre Ausbildung und Erziehung muss deshalb den physischen und physiologischen Bedingungen gerecht werden, die eine Kindheit nun eben mal mit sich bringt. Das braucht Zeit und ist zu einem Großteil von Eltern zu leisten. Keine noch so optimierte Form von Schule kann dies ersetzen. Das G8 ist definitv der Schuss in die falsche Rictung. Die guten Ansätze im inhaltlichen Bereich werden gleich wieder kompensiert durch Kürzung um ein Schuljahr.
Wir brauchen keine Ausdünnun des jetzigen Lehrplans oder die Abschaffung der Hausaufgaben. Wir brauchen alle mehr Zeit! Es gibt keinen Puffer mehr. Die tägiche Belastung durch Schule und Lernen eines Achtklässlers liegt jetzt schon höher als bei einem Erwachsenen. Diese Belastung wird nicht geringer, wenn die Schüler in Ganztageseinrichtungen gehen. Das Liese-Meitner-Gymnasium in Böblingen ist schon längst so eingerichtet und trotzdem müssen die Schüler zu Hause täglich lernen. Auch OHNE offizielle Hausarbeit.
Kinder müssen auch Dinge lernen, die keine Schule der Welt lehrt: Vertrauen, Menschlichkeit, Generationentoleranz, die Welt jenseits der Schulmauern. Sie brauchen unverplante Zeit zum Großwerden. Sie brauchen ihre Eltern und Geschwister und Freunde zum Großwerden.
Das kann KEINE Schule! Also meine Forderung an Herrn Öttinger: Gebt uns die gestohlene Zeit zurück! Macht aus G8 einfach G9 und lasst den Rest der Reform erst einmal wirken. Das ist ganz einfach.
Oder sollen die Kinder erst die Schulbänke und dann unseren Staat verbrennen, bevor Ihr reagiert?
Ensinger,
11.03.2008 20:33
Kommentar zur Diskussionsrunde
mit Jürgen Walter Mdl, Doris Barzen, Vorsitzende des
Elternbeirats Baden-Württemberg, dem Kinderarzt Dr. Thomas Kauth, Monika Gessat, Vorsitzender der Landesfachgruppe Gymnasien der GEW
Baden-Württemberg und Heinz Eberspächer, Leitendener Schuldirektor beim RP
Montag, 10. März, 20.00 Uhr
Dialog Live GmbH, Am Marktplatz 5, Ludwigsburg
Thema
Wozu ist das Turbo-Abitur gut? Was ist zu tun, damit Schülerinnen und
Schüler entspannter nach Hause kommen und in ihrer Freizeit Freundschaften
pflegen und ihren Hobbies nachgehen können? Ist das G8 durch Reformen noch
zu retten?
---------------------------------------------------------------------
Schade - schon wieder ist uns eine Chance entgangen zu diskutieren, welche
politischen Möglichkeiten auch wir haben, Änderungen, Verbesserungen
herbeizuführen.
Wieder einmal haben die Schulpolitiker (ein Vertreter des Regierungspräsidums und zwei Schulleiter Ludwigsburger Gymnasien) das Hauptwort geführt, sie hatten die
längste Redezeit und haben die Eltern, die Elternvertreter und
Lehrervertreter mit Standardsprüchen gelangweilt und wie immer so getan,als ob es keine Probleme gäbe.
Hätte Herr Walter nicht zum Schluss
nochmal betont, dass es sich nicht um Probleme einzelner Eltern oder Kinder handelt, hätte die Diskussion mit dem Fazit geendet:
'Alles ist bestens, wir stehen im Dialog und wenn Ihr Kind das nicht packt, dann muss es ja nicht aufs Gymnasium gehen'.
So endete der Diskussionsabend recht enttäuschend.
Ein schwacher grüner Landtagsabgeordneter als Diskussionsführer, bei dem fast der Verdacht entstand, dass aus politisch-taktischen Gründen (vielleicht auch mal schwarz-grün in BW ?) die oppositionelle Haltung verlorenging?
mit Jürgen Walter Mdl, Doris Barzen, Vorsitzende des
Elternbeirats Baden-Württemberg, dem Kinderarzt Dr. Thomas Kauth, Monika Gessat, Vorsitzender der Landesfachgruppe Gymnasien der GEW
Baden-Württemberg und Heinz Eberspächer, Leitendener Schuldirektor beim RP
Montag, 10. März, 20.00 Uhr
Dialog Live GmbH, Am Marktplatz 5, Ludwigsburg
Thema
Wozu ist das Turbo-Abitur gut? Was ist zu tun, damit Schülerinnen und
Schüler entspannter nach Hause kommen und in ihrer Freizeit Freundschaften
pflegen und ihren Hobbies nachgehen können? Ist das G8 durch Reformen noch
zu retten?
---------------------------------------------------------------------
Schade - schon wieder ist uns eine Chance entgangen zu diskutieren, welche
politischen Möglichkeiten auch wir haben, Änderungen, Verbesserungen
herbeizuführen.
Wieder einmal haben die Schulpolitiker (ein Vertreter des Regierungspräsidums und zwei Schulleiter Ludwigsburger Gymnasien) das Hauptwort geführt, sie hatten die
längste Redezeit und haben die Eltern, die Elternvertreter und
Lehrervertreter mit Standardsprüchen gelangweilt und wie immer so getan,als ob es keine Probleme gäbe.
Hätte Herr Walter nicht zum Schluss
nochmal betont, dass es sich nicht um Probleme einzelner Eltern oder Kinder handelt, hätte die Diskussion mit dem Fazit geendet:
'Alles ist bestens, wir stehen im Dialog und wenn Ihr Kind das nicht packt, dann muss es ja nicht aufs Gymnasium gehen'.
So endete der Diskussionsabend recht enttäuschend.
Ein schwacher grüner Landtagsabgeordneter als Diskussionsführer, bei dem fast der Verdacht entstand, dass aus politisch-taktischen Gründen (vielleicht auch mal schwarz-grün in BW ?) die oppositionelle Haltung verlorenging?
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