Genau gesehen
Die Fehler im neuen "Tatort"
Robert Dönges, veröffentlicht am 07.03.2008
Kommentare
Rike Richter,
31.08.2008 21:33
Ich bin kein Krimifan, aber den Tatort mit Bienzle habe ich nie versäumt. Erstens, weil ich ein Lokalpatriot bin und mich über die schönen Stuttgarter Schauplätze mit Wiedererkennungswert gefreut habe, und zweitens, weil schwäbische Klänge mein Herz erwärmen und sie zu Stuttgart einfach dazu gehören. Und genau das habe ich in den neuen Tatorten vermißt. Penner, Müllhalden und heruntergekommene Ecken, die findet man in jeder Stadt. Was soll daran das Typische für Stuttgart sein? Und sich über die schwäbische Grammatik (die nicht falsch ist, sondern sich nur anders als die Hochsprache entwickelt hat!) lustig machen, das wäre auch überall in Deutschland möglich. Außerdem konnte ich über die haarsträubenden Geschichten, Kinderhandel mit einem Zwillingspaar und ein Drogendealer, der von Polizisten ermordet wird, nur den Kopf schütteln. Aber wahrscheinlich denken sich die Macher, dass das "junge Publikum", das sie jetzt ansprechen wollen, sowieso nur kritiklos konsumieren will. Ich jedenfalls werde dem neuen Stuttgarter Tatort die Wiederholungen mit Bienzle vorziehen.
Roman M! Roos,
13.03.2008 13:02
Als geborener Schwabe und bekennender Stuttgarter frage ich mich, wie kommt ein solches, unter anderem auch mit meinen Gebühren finanziertes, etrem tiefergelegtes Niveau, zustande?
Gelobt sei Bienzle, Schwobaland und sein Dialekt. Hoffentlich gibts bald sein come back und ein " lass dia zwoi neie dr neckr na " Finale.
Gelobt sei Bienzle, Schwobaland und sein Dialekt. Hoffentlich gibts bald sein come back und ein " lass dia zwoi neie dr neckr na " Finale.
Grombieraschnitzer,
12.03.2008 09:41
Der Stuttgarter Tatort gehörte bis letztes Jahr zu meinen ausgesprochenen Lieblings-Tatorten.
Aber das, was jetzt das Erbe des guten alten Bienzle antrat, ist nur noch ausdrucks- und gesichtslos, austauschbar, ohne Charme.
Was ist das für ein "Stuttgart", das aus verschiedenen Orten zusammengestupfelt wird, nur um eine vielleicht passende, aber sterile Kulisse zu haben?
Wo ist das echte Stuttgart, wo sind die echten Schwaben, wo sind die schwäbische Mentalität, die Lebensart, der Humor, das Augenzwinkern geblieben?
Bienzle und Gächter waren ein schönes Stück Stuttgart, dem ich nachtrauere.
Schade, hier hat man ein Stück schwäbische Bodenständigkeit einem charakterfreien Allerweltsbrei geopfert.
Hätte denn nicht Gächter Bienzles Nachfolge antreten können? Als neuer "Kollege" hätte sich bestimmt auch ein geeigneter einheimischer Schauspieler gefunden, oder nicht? Wenn man nur gewollt hätte...
Aber "Dia Katz´ dürft für emmer da Boom nuff sei". Leider!
Aber das, was jetzt das Erbe des guten alten Bienzle antrat, ist nur noch ausdrucks- und gesichtslos, austauschbar, ohne Charme.
Was ist das für ein "Stuttgart", das aus verschiedenen Orten zusammengestupfelt wird, nur um eine vielleicht passende, aber sterile Kulisse zu haben?
Wo ist das echte Stuttgart, wo sind die echten Schwaben, wo sind die schwäbische Mentalität, die Lebensart, der Humor, das Augenzwinkern geblieben?
Bienzle und Gächter waren ein schönes Stück Stuttgart, dem ich nachtrauere.
Schade, hier hat man ein Stück schwäbische Bodenständigkeit einem charakterfreien Allerweltsbrei geopfert.
Hätte denn nicht Gächter Bienzles Nachfolge antreten können? Als neuer "Kollege" hätte sich bestimmt auch ein geeigneter einheimischer Schauspieler gefunden, oder nicht? Wenn man nur gewollt hätte...
Aber "Dia Katz´ dürft für emmer da Boom nuff sei". Leider!
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