Harald Beck (har), Jahrgang 1960, hat den Spaß am Wein beim studienbedingten Australienaufenthalt entdeckt. Zurück im heimischen Remstal boten sich da natürlich beste Bedingungen für die neue Liebe. Har ist seit 1996 Redakteur der Stuttgarter Zeitung und kümmert sich in der Kolumne um die Tropfen aus dem Remstal.
da gehe ich in diesem Fall herzlich gern in Sack und Asche und gebe zu, dass die Information vom - zumindest zeitweise - nicht sprudelnden Weinbrunnen von einem Pilger stammt, der vor drei, vier Jahren nach Santiago de Compostella marschiert ist. Dass der fuente del vino wieder zum stärkenden Trunk einlädt, das bestärkt mich natürlich im Vorhaben, zumindest die Passage in Nordspanien doch irgendwann auch selbst unter die Wanderstiefel zu nehmen. Nicht nur wegen dem Weinbrunnen, sondern vielleicht auch, um zu schauen, was sonst noch an Tropfen am Wegesrand lauert. Mal schaun, wer mitmarschiert.
Gruß
Harald Beck
23.10.2008 13:35 Autor: Karl-Heinz Weissmayer
Herr Beck schreibt, dass es einen kostenlosen Weinbrunnen am "camino" heute nicht mehr gibt. Da hat er Unrecht, wir waren dieses Jahr auf dem spanischen Jakobsweg unterwegs und haben am 22. Mai uns am kostenlosen Weinbrunnen "fuente del vino" beim ehemaligen Kloster Irache gestärkt.
Also, erst richtig informieren, bevor man an die Öffentlichkeit geht - alte journalistische Regel!
Gruß
K.-H. Weissmayer
22.10.2008 21:36 Autor: Holger Gayer
Natürlich hat Matthias vollkommen recht, und Du, Harald, natürlich auch: Zum Wandern gehört ein Wein, auf dem Jakobsweg sowieso. Ob es allerdings dieser sein muss? Nun böten sich gemeine Wortspiele an, nach der Art: Was soll's, zum Davonlaufen ist er ja. Aber das wäre, wie gesagt, gemein. Ganz ernsthaft meine ich, dass man diesen Wein selbstverständlich zum Wandern trinken kann, man kann ihn auch zum Schorle verdünnen, wenn einem der Alkohol beim Gehen zu viel ist. All das geht. Was, wie ich finde, nicht geht, ist der Preis. Für diese Qualität ist der Wein mindestens einen Euro, eher einsfuffzich, zu teuer. Mir scheint, dass der brave Pilger in diesem Fall den Zuschlag für das Etikett verbuchen muss.
22.10.2008 00:43 Autor: Matthias
Ein Jakobsweg ohne Wein ist kaum vorstellbar. Ein Wein gehört am Abend nach einer langen Tagesetappe zum Essen in einer geselligen Runde einfach dazu. Schön zu lesen, daß man auch hierzulande diese Tradition aufgreift. Übrigends gibt es die Weinquelle am Kloster Irache noch immer. Wer sich für Weine entlang des spanischen Jakobswegs interessiert wird mit Hilfe der Suche nach Jakobsweg und Wein schnell fündig. Ultreia!