Unfall auf russischem U-Boot
Matrose soll schuld sein
dpa, veröffentlicht am 13.11.2008
Moskau - Ein unvorsichtiger Matrose hat nach Justizangaben den Unfall auf einem russischen Atom-U-Boot verursacht, bei dem 20 Menschen durch ein Feuerlöschgas erstickt waren. Ein Kamerad des Beschuldigten äußerte allerdings Zweifel an dem vorläufigen Untersuchungsergebnis.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Moskau hat das Crewmitglied gestanden, unerlaubt und grundlos das Feuerlöschsystem aktiviert zu haben. Dem Matrosen drohen bis zu sieben Jahre Haft, sagte ein Justizsprecher am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax. Der Vorfall hatte sich am vergangenen Samstag bei einer Testfahrt des U-Boots im Japanischen Meer ereignet.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wladimir Markin, sagte, gegen den Matrosen sei ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden. Noch am Montag hatte das Verteidigungsministerium in Moskau von einem "technischen Defekt" gesprochen und einen Bedienungsfehler ausgeschlossen. Ein Kamerad des Beschuldigten sagte, er glaube nicht, dass der Matrose das System absichtlich oder zufällig ausgelöst habe. "Ich diene seit 2003 mit ihm. Er ist eine sachkundige Fachkraft", sagte der Offizier, der anonym bleiben wollte, am Donnerstag der Agentur Interfax. "Ich fürchte, auf ihn wurde Druck ausgeübt, damit er gesteht."
Trotz des Geständnisses sind laut Markin die Untersuchungen des Vorfalls nicht abgeschlossen, bei dem auch 21 Passagiere des U-Boots "Nerpa" (Robbe) verletzt worden waren. In der fernöstlichen Stadt Bolschoi Kamen nahmen am Donnerstag mehrere tausend Menschen an der Beerdigung von drei Opfern der Havarie teil. Unter den Trauergästen waren zahlreiche "Nerpa"-Matrosen, die kurz zuvor das Krankenhaus verlassen hätten, meldete die Agentur Interfax. Die Marine hatte beschlossen, das moderne U-Boot trotz des Unfalls spätestens Anfang 2009 in den Bestand aufzunehmen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Moskau hat das Crewmitglied gestanden, unerlaubt und grundlos das Feuerlöschsystem aktiviert zu haben. Dem Matrosen drohen bis zu sieben Jahre Haft, sagte ein Justizsprecher am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax. Der Vorfall hatte sich am vergangenen Samstag bei einer Testfahrt des U-Boots im Japanischen Meer ereignet.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wladimir Markin, sagte, gegen den Matrosen sei ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden. Noch am Montag hatte das Verteidigungsministerium in Moskau von einem "technischen Defekt" gesprochen und einen Bedienungsfehler ausgeschlossen. Ein Kamerad des Beschuldigten sagte, er glaube nicht, dass der Matrose das System absichtlich oder zufällig ausgelöst habe. "Ich diene seit 2003 mit ihm. Er ist eine sachkundige Fachkraft", sagte der Offizier, der anonym bleiben wollte, am Donnerstag der Agentur Interfax. "Ich fürchte, auf ihn wurde Druck ausgeübt, damit er gesteht."
Trotz des Geständnisses sind laut Markin die Untersuchungen des Vorfalls nicht abgeschlossen, bei dem auch 21 Passagiere des U-Boots "Nerpa" (Robbe) verletzt worden waren. In der fernöstlichen Stadt Bolschoi Kamen nahmen am Donnerstag mehrere tausend Menschen an der Beerdigung von drei Opfern der Havarie teil. Unter den Trauergästen waren zahlreiche "Nerpa"-Matrosen, die kurz zuvor das Krankenhaus verlassen hätten, meldete die Agentur Interfax. Die Marine hatte beschlossen, das moderne U-Boot trotz des Unfalls spätestens Anfang 2009 in den Bestand aufzunehmen.
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