Kreischef Föll und Fraktionschef Stradinger
CDU knapp am Eklat vorbei
Thomas Braun, veröffentlicht am 16.06.2009
Stuttgart - Mit der Personalrochade an der Fraktionsspitze hat die Rats-CDU einen offenen Putsch gegen die Spitzenkandidatin Iris Ripsam gerade noch abgewendet. Der Nachfolger Fred-Jürgen Stradinger muss sich nun als Moderator beweisen.
Von Thomas Braun
Am Tag nach seiner Wahl zum Fraktionschef war Stradinger am Dienstag bemüht, sich als Mann des Ausgleichs zu präsentieren. Er werde sowohl fraktionsintern als auch mit den anderen am Ratstisch vertretenen Parteien viele Gespräche führen, sagte der frisch gebackene Frontmann der Christdemokraten: "Kommunikation ist für mich das A und O." Politisch freilich müsse sich die CDU-Fraktion nicht neu erfinden.
Doch bevor es um die künftige strategische Ausrichtung der Partei geht, muss der neue Fraktionschef erst einmal jene Wunden heilen, die in der ersten Sitzung der neu gewählten Fraktion am Montagabend geschlagen wurden. Nur ganz knapp sei eine Kampfabstimmung zwischen den rivalisierenden Anwärtern auf den Chefposten Iris Ripsam und Alexander Kotz und damit quasi ein Eklat vermieden worden, heißt es. Den Kompromissvorschlag, eine Doppelspitze mit Ripsam zu bilden, habe Kotz brüsk abgelehnt - wohl in dem Wissen, eine knappe Mehrheit der Stadträte hinter sich zu haben.
Schließlich fruchteten dann doch noch jene Appelle des CDU-Kreischefs Michael Föll und seines Stellvertreters Thomas Bopp, wenigstens nach außen Geschlossenheit zu demonstrieren. Ripsams und Kotz' Verzicht auf eine Kandidatur um den Führungsposten der künftig zweitstärksten Ratsfraktion habe schließlich den Weg für den keinem Lager zugehörigen Fred-Jürgen Stradinger frei gemacht.
Der sagt, dass die CDU "nur als Team" erfolgreich sein könne. Ob es ihm gelingt, die beiden Kontrahenten Ripsam und Kotz, die anschließend mit breiter Mehrheit zu stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gekürt wurden, von dieser Maxime zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedenfalls sicher: Auf Fred-Jürgen Stradinger wartet kein leichter Job.
Von Thomas Braun
Am Tag nach seiner Wahl zum Fraktionschef war Stradinger am Dienstag bemüht, sich als Mann des Ausgleichs zu präsentieren. Er werde sowohl fraktionsintern als auch mit den anderen am Ratstisch vertretenen Parteien viele Gespräche führen, sagte der frisch gebackene Frontmann der Christdemokraten: "Kommunikation ist für mich das A und O." Politisch freilich müsse sich die CDU-Fraktion nicht neu erfinden.
Doch bevor es um die künftige strategische Ausrichtung der Partei geht, muss der neue Fraktionschef erst einmal jene Wunden heilen, die in der ersten Sitzung der neu gewählten Fraktion am Montagabend geschlagen wurden. Nur ganz knapp sei eine Kampfabstimmung zwischen den rivalisierenden Anwärtern auf den Chefposten Iris Ripsam und Alexander Kotz und damit quasi ein Eklat vermieden worden, heißt es. Den Kompromissvorschlag, eine Doppelspitze mit Ripsam zu bilden, habe Kotz brüsk abgelehnt - wohl in dem Wissen, eine knappe Mehrheit der Stadträte hinter sich zu haben.
Schließlich fruchteten dann doch noch jene Appelle des CDU-Kreischefs Michael Föll und seines Stellvertreters Thomas Bopp, wenigstens nach außen Geschlossenheit zu demonstrieren. Ripsams und Kotz' Verzicht auf eine Kandidatur um den Führungsposten der künftig zweitstärksten Ratsfraktion habe schließlich den Weg für den keinem Lager zugehörigen Fred-Jürgen Stradinger frei gemacht.
Der sagt, dass die CDU "nur als Team" erfolgreich sein könne. Ob es ihm gelingt, die beiden Kontrahenten Ripsam und Kotz, die anschließend mit breiter Mehrheit zu stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gekürt wurden, von dieser Maxime zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedenfalls sicher: Auf Fred-Jürgen Stradinger wartet kein leichter Job.
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