Glasers Netzkolumne
Freundschaft gibt’s bei Ebay
Peter Glaser, veröffentlicht am 23.07.2003
Wir leben in einer Zeit, in der Science- Fiction im technischen Sinn gar nicht mehr möglich scheint: Es gibt schon alles. Kaum denke ich mir ein Fühlofon aus (siehe Kolumne vom 2. Juli. "Ein Plädoyer für Zornzonen"), schon geben Forscher der Universität Buffalo im US-Bundesstaat New York die Entwicklung eines Verfahrens bekannt, "das eine Person, die sich an einem völlig anderen Ort befindet, spüren lässt, was eine andere Person empfindet, wenn diese etwas berührt." Die Sinnesreize werden via Internet in Datenhandschuhe übertragen.
In fünf Jahren soll das System "Phantom" marktreif sein. In Online-Shops würden sich die Waren dann endlich auch anfassen lassen, Medizinstudenten könnten damit ihre chirurgischen Fingerfertigkeiten an Organen üben, die sich wie echte anfühlen, und wer den richtigen Abschlag beim Golf lernen möchte, kann sich den des Golfprofis Bernhard Langer künftig im Wortsinn auf den Leib schneidern lassen.
"Wir haben", sagt Thenkurussi Kesavadas, Leiter des Buffalo-Labors für künstliche Wirklichkeit, "der Kommunikation eine wichtige Dimension hinzugefügt." Nicht nur körperliche Nähe wird durch die digitale Technik transportabel. Auch das Virtuelle selbst rückt näher. Das Prinzip der klickbaren Links, bisher Eigentümlichkeit des Internets, macht sich nun auch in der alltäglichen Welt der Menschen und Dinge breit.
In fünf Jahren soll das System "Phantom" marktreif sein. In Online-Shops würden sich die Waren dann endlich auch anfassen lassen, Medizinstudenten könnten damit ihre chirurgischen Fingerfertigkeiten an Organen üben, die sich wie echte anfühlen, und wer den richtigen Abschlag beim Golf lernen möchte, kann sich den des Golfprofis Bernhard Langer künftig im Wortsinn auf den Leib schneidern lassen.
"Wir haben", sagt Thenkurussi Kesavadas, Leiter des Buffalo-Labors für künstliche Wirklichkeit, "der Kommunikation eine wichtige Dimension hinzugefügt." Nicht nur körperliche Nähe wird durch die digitale Technik transportabel. Auch das Virtuelle selbst rückt näher. Das Prinzip der klickbaren Links, bisher Eigentümlichkeit des Internets, macht sich nun auch in der alltäglichen Welt der Menschen und Dinge breit.
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