Stammheim
Sinnbild für das Ende der Terroristen
dpa/lsw, veröffentlicht am 04.09.2003
Stuttgart - Ingomar, Untersuchungshäftling der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim, ist über die Frage verwundert. Nein, für ihn sei seine Zelle mit der Nummer 719 im siebten Stockwerk von Bau eins eine wie jede andere. Er weiß, dass vor Jahren hinter derselben roten Stahltür mit den vier Schlössern der deutsche Top-Terrorist Andreas Baader saß. Doch ihn lässt das kalt: "Da bin ich weder stolz drauf, noch bin ich enttäuscht."
Das Gefängnis Stammheim, das an Felder und Wohnhäuser grenzt, ist für viele zum Inbegriff des Konfliktes zwischen Staat und der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) geworden, zum Symbol für angebliche "Isolationsfolter" und zum Sinnbild für das tödliche Ende der Baader-Meinhof-Gruppe.
Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe starben im Oktober 1977 hinter den Gittern von Stammheim - nach einem gescheiterten Versuch von Gesinnungsgenossen, sie mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer freizupressen. Schleyer wurde ermordet. Auch Baader, Ensslin und Raspe wurden am nächsten Tag tot in ihren Zellen gefunden. Nur noch wenige behaupten heute, dass es kein Selbstmord war. Ulrike Meinhof hatte sich bereits im Mai 1976 in dem Hochsicherheitstrakt das Leben genommen.
Nicht von ungefähr erhielt Baader damals die 20 Quadratmeter große Eckzelle, die sich heute Ingomar mit drei anderen Männern teilt. "Der war die absolute Autorität. Nicht nur für die anderen RAF-Mitglieder, sondern auch für die Vollzugsbeamten", sagt der stellvertretende Vollzugsdienstleiter Hans-Jürgen Joachim.
Das Gefängnis Stammheim, das an Felder und Wohnhäuser grenzt, ist für viele zum Inbegriff des Konfliktes zwischen Staat und der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) geworden, zum Symbol für angebliche "Isolationsfolter" und zum Sinnbild für das tödliche Ende der Baader-Meinhof-Gruppe.
Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe starben im Oktober 1977 hinter den Gittern von Stammheim - nach einem gescheiterten Versuch von Gesinnungsgenossen, sie mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer freizupressen. Schleyer wurde ermordet. Auch Baader, Ensslin und Raspe wurden am nächsten Tag tot in ihren Zellen gefunden. Nur noch wenige behaupten heute, dass es kein Selbstmord war. Ulrike Meinhof hatte sich bereits im Mai 1976 in dem Hochsicherheitstrakt das Leben genommen.
Nicht von ungefähr erhielt Baader damals die 20 Quadratmeter große Eckzelle, die sich heute Ingomar mit drei anderen Männern teilt. "Der war die absolute Autorität. Nicht nur für die anderen RAF-Mitglieder, sondern auch für die Vollzugsbeamten", sagt der stellvertretende Vollzugsdienstleiter Hans-Jürgen Joachim.
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