Glasers Netzkolumne
Mit dem Chip im Oberarm
Peter Glaser, veröffentlicht am 15.10.2003
133.000 mexikanische Kinder wurden im Lauf der letzten fünf Jahre entführt. Nun sollen sie mit denselben Methoden gesichert werden wie Oberklassenlimousine und entlaufene Haustiere, indem ihnen nämlich ein winziger Transponder-Chip implantiert wird, der berührungslos ausgelesen werden kann. Eine angekündigte Version, die per GPS zu orten sein sollte, löste so heftige öffentliche Reaktionen aus, dass man sich zunächst darauf beschränkte, einen implantierbaren Identifikationschip und ein elektronisches Armband mit Satellitenortungsmöglichkeit anzubieten.
Der reiskornkleine so genannte Veri-Chip der Firma Applied Digital Solutions sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Letztes Jahr forderten die britischen "Phoenix Survivors" - ein Verband von Menschen, die in ihrer Kindheit zur Prostitution gezwungen worden waren - die Überwachung von verurteilten Sexualstraftätern durch eingepflanzte Chips. Und zwar sollte damit nicht nur der Aufenthaltsort des Vorbestraften ausgemacht werden können, sondern auch der Puls und der Blutdruck, um gegebenenfalls Vorzeichen für eine erneute Straftat wahrzunehmen.
In moderater Form als so genannte "elektronische Fußfessel" wird eine solche Form der Überwachung schon angewendet, beispielsweise im Rahmen eines Modellprojekts in Hessen. Zuvor bereits hatte sich der englische Robotiker Kevin Warwick zwei Veri-Chips unter die Haut setzen lassen, was eine Menge Aufmerksamkeit für sein Institut sowie keine nennenswerten wissenschaftlichen Ergebnisse nach sich zog.
Der reiskornkleine so genannte Veri-Chip der Firma Applied Digital Solutions sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Letztes Jahr forderten die britischen "Phoenix Survivors" - ein Verband von Menschen, die in ihrer Kindheit zur Prostitution gezwungen worden waren - die Überwachung von verurteilten Sexualstraftätern durch eingepflanzte Chips. Und zwar sollte damit nicht nur der Aufenthaltsort des Vorbestraften ausgemacht werden können, sondern auch der Puls und der Blutdruck, um gegebenenfalls Vorzeichen für eine erneute Straftat wahrzunehmen.
In moderater Form als so genannte "elektronische Fußfessel" wird eine solche Form der Überwachung schon angewendet, beispielsweise im Rahmen eines Modellprojekts in Hessen. Zuvor bereits hatte sich der englische Robotiker Kevin Warwick zwei Veri-Chips unter die Haut setzen lassen, was eine Menge Aufmerksamkeit für sein Institut sowie keine nennenswerten wissenschaftlichen Ergebnisse nach sich zog.
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