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Hirschstraße 36
70173 Stuttgart-Mitte
Tel. 07 11 / 61 62 12
www.club-schocken.de



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Die Lichtarchitektur im Schocken kann sich sehen lassen.

Der Stil: James Bond würde sich hier garantiert wohl fühlen und mit einem Glas Martini in der Hand der Geschichte über das Kaufhaus Schocken lauschen. Das Glanzstück aus der Bauhauszeit stand bis 1960 gleich nebenan und ist hemmungslos platt gemacht worden. Dann würde der entsetzte Bond gleich einen zweiten Martini bestellen und übers deutsche Kulturverständnis klagen. Wie auch immer: der Laden hat Stil. Um den Holztresen schmiegt sich schwarzes Leder, die Spiegeldecke schafft Raum, und ein Hauch von Luxus liegt in der Luft. Wie im Aquarium ist alles durch die gigantische Glasfassade von draußen zu beobachten. Ein Lichterspiel in Rot-Blau, ein Möbelrücken und Stehtischgeplauder von Menschen, die nichts dagegen haben, beim Tête-á-tête gesehen zu werden. In der Bar schafft ein Balkon mit Metallgeländer den Überblick, und oben ist alles ein bisschen Baustelle.

Das Publikum: Ist dem Ex-TC treu geblieben und die Neugier bugsiert auch andere Gesichter in den schummrigen Glaspalast. Wo vorher Übergrößenmode verkauft wurde, kommen jetzt die Schicken, um sich im Fauteuil zu platzieren oder Konzerte anzuhören. Oder die Gäste gehen in den Keller. Dort ist an Wochenenden der Tanzboden für Menschen mit Bewegungsdrang bereitet.

Die Drinks versprechen Abenteuer: Zum Tomatensaft wird ein Zimtstreuer und eine Tabascoflasche gereicht. Da muss sogar die Bedienung grinsen über das Malheur. Das sündige Grenadinerot des Tequilla Sunrise kämpft sich im Orangensaft tapfer nach oben. Und der 15 Jahre alte Malt-Whiskey schafft Geschmacksbilder der besonderen Art. Schon das rustikale Bouquet des Laphroaig treibt Tränen in die Augen. Und dann erscheint die Vision - ein Lagerfeuer mit alten Schiffsbohlen kokelt auf der Hebrideninsel Islay vor sich hin, und eine Herde Schafe macht sich gerade aus dem Staub. Schade nur, dass es den Bunnahabhain nur auf der Karte, aber noch nicht im Sortiment gibt.

Die Macher: "Eine Wiederholung des Travellers Club gibt es nicht", hat sich Ralf Bauer gesagt und ist froh darüber, mit seinem Langzeitkompagnon Gunter Schulz einen neuen Standort gefunden zu haben. Die beiden haben eine Dritte mit ins Boot genommen - die Grafikerin Ninette Sander.

Der Weg: Am Fuße des Hirschbuckels liegt die Bar absolut zentral und schon von weitem sichtbar. Die Autofahrer haben es bequem: Gleich gegenüber ist das Kaufhofparkhaus. Die nächste Stadtbahnhaltestelle ist zu Fuß nicht weit weg. Von den Haltestellen Stadtmitte und Österreichischer Platz läuft man jeweils etwa fünf Minuten.

Die Preise: Alpirsbacher Pils 0,33 Liter 2,50 Euro, Cidre 3 Euro, Gin Tonic 4,80 Euro, Talisker 5,50 Euro, Caipirinha 6,50 Euro, Afri Cola 2,50 Euro und Mineralwasser 1,50 Euro.
 

Christine Keck, Stuttgarter Zeitung vom 11.11.2003

 
 
 
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04.11.2003 - aktualisiert: 08.01.2008 10:33 Uhr



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