Freddy vs. Jason
Angst essen Teenies auf
Ulrich Kriest, veröffentlicht am 20.11.2003
Filmbeschreibung
"Dann sind wir ja jetzt Tag und Nacht in Gefahr", erkennt hier einmal mit schreckgeweitetem Blick eine der Protagonistinnen und beweist, dass sie das Konzept hinter diesem Treffen der Splattermovietitanen Freddy Krueger und Jason Voorhees im Kern begriffen hat. Was für die Musikbranche die Fusion von BMG und Sony, das ist der Splatterklientel dieser ultimative Synergieeffekt: Der Horrorfilm "A Nightmare on Elm Street" trifft auf seinen Rivalen "Freitag, der 13."
Freddy, diabolischer Kinderschreck der "Nightmare"-Serie seit 1984 und bislang siebenmal aktiv, wurde zuletzt selbst ein Opfer der doppelbödig-postmodernen "Scream"-Selbstreflexivität. Jason, seit 1980 extrem wortkarger Teenagerschreck der "Freitag"-Serie, feierte jüngst in "Jason X" ein gewohnt dumpfes Comeback.
Doch nun hat man Freddys Existenz in Springwood mit viel Raffinesse verdrängt, was diese Ausgeburt schrecklicher Albträume zum passiven Schmoren in der Hölle verdammt. Deshalb setzt er in Gestalt von Jasons böser Mutter diesen in Bewegung, um endlich wieder Angst und Schrecken in der Elm Street zu verbreiten. Mit der Angst wächst Freddys Macht übers Unterbewusste. Doch der perfide Plan hat einen Schwachpunkt: Einmal im Scheinwerferlicht, kann Jason so wenig ans Aufhören denken wie Johannes Heesters.
Der Regisseur Ronny Yu, der bereits der "Chucky"-Serie zu neuem Schwung verhalf, vermag zwar der gewohnt vorhersehbaren und diesmal so drastischen wie letztlich nebensächlichen Ausdünnung des Ensembles kaum Originelles abgewinnen. Nur das aberwitzige Durcheinanderwürfeln von Traum und Realität, von Wachen und Schlafen sorgt für die eine oder andere Volte bis zum Showdown. Der letzte Lacher gehört Freddy - oder dem, was von ihm noch übrig ist.
Freddy, diabolischer Kinderschreck der "Nightmare"-Serie seit 1984 und bislang siebenmal aktiv, wurde zuletzt selbst ein Opfer der doppelbödig-postmodernen "Scream"-Selbstreflexivität. Jason, seit 1980 extrem wortkarger Teenagerschreck der "Freitag"-Serie, feierte jüngst in "Jason X" ein gewohnt dumpfes Comeback.
Doch nun hat man Freddys Existenz in Springwood mit viel Raffinesse verdrängt, was diese Ausgeburt schrecklicher Albträume zum passiven Schmoren in der Hölle verdammt. Deshalb setzt er in Gestalt von Jasons böser Mutter diesen in Bewegung, um endlich wieder Angst und Schrecken in der Elm Street zu verbreiten. Mit der Angst wächst Freddys Macht übers Unterbewusste. Doch der perfide Plan hat einen Schwachpunkt: Einmal im Scheinwerferlicht, kann Jason so wenig ans Aufhören denken wie Johannes Heesters.
Der Regisseur Ronny Yu, der bereits der "Chucky"-Serie zu neuem Schwung verhalf, vermag zwar der gewohnt vorhersehbaren und diesmal so drastischen wie letztlich nebensächlichen Ausdünnung des Ensembles kaum Originelles abgewinnen. Nur das aberwitzige Durcheinanderwürfeln von Traum und Realität, von Wachen und Schlafen sorgt für die eine oder andere Volte bis zum Showdown. Der letzte Lacher gehört Freddy - oder dem, was von ihm noch übrig ist.
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