Das Sams in Gefahr
Sportschau für dicke Kinder
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 11.12.2003
Filmbeschreibung
Können Sportlehrer eigentlich nette Menschen sein, oder zieht dieser Beruf zwangsläufig Sadisten an? Für ein dickes Kind ist diese Frage ganz schnell beantwortet: Der Sportlehrer ist natürlich ein geborener Sadist, und die Turnstunden sind seine Chance, andere für seine Unzufriedenheit mit einem Leben büßen zu lassen, in dem er nichts weiter darstellt als eine Umhängemöglichkeit für eine Trillerpfeife.
Das Sams, der kleine Kobold mit den Wunschpunkten im Gesicht, von denen jeder die Physik außer Kraft setzen kann, ist ein Dickerchen. In dem badezusatzblauen Taucheranzug mit gelben Streifen, den das Sams für feine Garderobe hält, sieht es immer ein wenig aus wie ein gut gefüllter Keksbeutel in ambitioniertem Geschenkpapier. Mit anderen Worten: das Sams ist ein fiktiver Stellvertreter für all jene Unsportlichen, die ungern über den Bock hüpfen und die waghalsige Bewegung im Universum der Fantasie der jauchzenden Armbruchvorfreude ihrer Kameraden bei weitem vorziehen.
Der Film "Das Sams in Gefahr" nimmt folglich schamlos die Perspektive der Dicken ein. Weshalb allen um Leibesertüchtigung der computerspielverkrümmten Jugend Bemühten dringend vom Besuch des Films abgeraten wird. Es sei denn, sie betreiben jeden Morgen Humorgymnastik. Denn in "Das Sams in Gefahr" gibt Dominique Horwitz die fiese Karikatur eines Sportlehrers, der nicht nur Kinder schindet, sondern auch einen Kollegen - Ulrich Noethen als netten Lehrer Taschenbier nämlich - und der als intriganter Tyrann schließlich die Macht an der Schule an sich reißt. Er entführt sogar das Sams (Christine Urspruch), um sich mit den Wunschpunkten Beliebtheit anzuhexen - man könnte das soziales Doping nennen.
Wie der erste Sams-Film von Ben Verbong mischt auch dieser erwachsenen und kindlichen Humor, wobei sich die Waagschale deutlich zu Gunsten der Blödeleien des Sams neigt. Ab zehn Jahren findet man bestimmt einige Szenen, für die man sich zu alt fühlt. Aber das dicke Kind in jedem von uns muss trotzdem hie und da grinsen.
Das Sams, der kleine Kobold mit den Wunschpunkten im Gesicht, von denen jeder die Physik außer Kraft setzen kann, ist ein Dickerchen. In dem badezusatzblauen Taucheranzug mit gelben Streifen, den das Sams für feine Garderobe hält, sieht es immer ein wenig aus wie ein gut gefüllter Keksbeutel in ambitioniertem Geschenkpapier. Mit anderen Worten: das Sams ist ein fiktiver Stellvertreter für all jene Unsportlichen, die ungern über den Bock hüpfen und die waghalsige Bewegung im Universum der Fantasie der jauchzenden Armbruchvorfreude ihrer Kameraden bei weitem vorziehen.
Der Film "Das Sams in Gefahr" nimmt folglich schamlos die Perspektive der Dicken ein. Weshalb allen um Leibesertüchtigung der computerspielverkrümmten Jugend Bemühten dringend vom Besuch des Films abgeraten wird. Es sei denn, sie betreiben jeden Morgen Humorgymnastik. Denn in "Das Sams in Gefahr" gibt Dominique Horwitz die fiese Karikatur eines Sportlehrers, der nicht nur Kinder schindet, sondern auch einen Kollegen - Ulrich Noethen als netten Lehrer Taschenbier nämlich - und der als intriganter Tyrann schließlich die Macht an der Schule an sich reißt. Er entführt sogar das Sams (Christine Urspruch), um sich mit den Wunschpunkten Beliebtheit anzuhexen - man könnte das soziales Doping nennen.
Wie der erste Sams-Film von Ben Verbong mischt auch dieser erwachsenen und kindlichen Humor, wobei sich die Waagschale deutlich zu Gunsten der Blödeleien des Sams neigt. Ab zehn Jahren findet man bestimmt einige Szenen, für die man sich zu alt fühlt. Aber das dicke Kind in jedem von uns muss trotzdem hie und da grinsen.
Mehr StZ Filmkritiken
Der Junge mit dem Fahrrad Engel in der Kälte
In Darkness Eine wahre Geschichte
Die Unsichtbare Aufgeben gilt nicht, auch wenn’s wehtut
Hugo Cabret 3D Das Phantom des Bahnhofs
Die Summe meiner einzelnen Teile Diagnose: Kapitalismus
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball Eine Formel für den Sieg
Sex on the Beach Kretins auf Kreta
Dame, König, As, Spion Im Lügenlabyrinth der Bürointriganten
Zettl - Unschlagbar charakterlos Das hat die Hauptstadt nicht verdient
Ein riskanter Plan Manhattan ist ein Spielbrett
Alle Artikel anzeigen
Anzeigen
Was möchten Sie unternehmen?
Wann möchten Sie etwas unternehmen?

Monat

| Heute | Morgen | Akt. Woche |
| MO | DI | MI | DO | FR | SA | SO |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
Highlights am 11.02.
Premiere: Die Kunst zu Leben - Kinder- und Jugendhaus Zuffenhausen Haus 11
Premiere: Der Froschkönig - FITZ - Zentrum für Figurentheater
Derbe Kerbe - Schräglage
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.





