Die Geschichte vom weinenden Kamel
Wie Mutter einmal in den Streik trat
ukr, veröffentlicht am 08.01.2004
Filmbeschreibung
Dass der Verzicht auf Berufsschauspieler und eine Spielhandlung nicht notwendig einen Dokumentarfilm ausmachen, zeigten bereits Klassiker wie "Nanook, der Eskimo" oder Lumiãres "Arbeiter verlassen die Fabrik". Bestenfalls sollte man von rhetorischen Kniffen sprechen, die für den Zuschauer filmisch die Fiktion der Nichtfiktionalität schaffen. Vielleicht provoziert gerade ein nonchalantes Übergehen der Unterscheidung zwischen Inszeniertem und Nicht-Inszeniertem die fesselndsten Annäherungen an die Lebenswirklichkeit.
Großartiges Beispiel dafür ist die "Geschichte vom weinenden Kamel". Da reisen zwei Absolventen der Münchener Filmhochschule in die Mongolei, weil sie einen Film gesehen haben, in dem die Musik eines Schamanen ein Kamel derart in Trance versetzte, dass es dem Zuschauer erscheinen mochte, als ob das Tier weinte. Bei einer Nomadenfamilie am Rande der Wüste Gobi wurden die Filmemacher fündig. Eine Kamelmutter verweigert ihrem Neugeborenen die Milch, vielleicht, weil die Geburt so schmerzhaft war. Neunzig Minuten lang beobachten wir den Alltag der Nomaden und ihre Bemühungen, das Kalb zu retten. Schließlich reiten zwei Kinder nach Ulan-Bator, um einen Schamanen zu holen. Unterwegs treffen sie auf Familien, in deren Zelten bereits Zeichentrickfilme die Kinder faszinieren.
Auch der Schamane kommt auf dem Motorrad, doch der alte Trick mit der Musik klappt bestens, Mutter und Kind vertragen sich. So erzählt der Film hintersinnig von Tradition und Moderne. Beim Abspann sitzen Mutter und Kind friedlich grasend nebeneinander - und wir könnten schwören, dass sie uns zugezwinkert haben.
Großartiges Beispiel dafür ist die "Geschichte vom weinenden Kamel". Da reisen zwei Absolventen der Münchener Filmhochschule in die Mongolei, weil sie einen Film gesehen haben, in dem die Musik eines Schamanen ein Kamel derart in Trance versetzte, dass es dem Zuschauer erscheinen mochte, als ob das Tier weinte. Bei einer Nomadenfamilie am Rande der Wüste Gobi wurden die Filmemacher fündig. Eine Kamelmutter verweigert ihrem Neugeborenen die Milch, vielleicht, weil die Geburt so schmerzhaft war. Neunzig Minuten lang beobachten wir den Alltag der Nomaden und ihre Bemühungen, das Kalb zu retten. Schließlich reiten zwei Kinder nach Ulan-Bator, um einen Schamanen zu holen. Unterwegs treffen sie auf Familien, in deren Zelten bereits Zeichentrickfilme die Kinder faszinieren.
Auch der Schamane kommt auf dem Motorrad, doch der alte Trick mit der Musik klappt bestens, Mutter und Kind vertragen sich. So erzählt der Film hintersinnig von Tradition und Moderne. Beim Abspann sitzen Mutter und Kind friedlich grasend nebeneinander - und wir könnten schwören, dass sie uns zugezwinkert haben.
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