Filmbeschreibung
Sieht so das Ende einer Ära aus? "Bärenbrüder", der 44. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt Disney Studios, soll das vorerst letzte Werk in der klassischen Technik sein. So hat es der Disney-Boss Michael Eisner, der auf Computeranimation setzt, entschieden. Das Studio in Florida, in dem "Bärenbrüder" entstand, ist bereits dichtgemacht. Dabei lernen wir in diesem Film noch mal zwei klassisch schöne Nebenfiguren kennen: zwei begnadet blöde Elche, die in den Wäldern Nordamerikas leben, lange vor der Ankunft der Weißen. Ihre schöne Gestaltung und vergnügliche Trotteligkeit lassen vermuten, dass auch ein 2-D-Trickfilm noch immer große Kasse machen könnte.
"Bärenbrüder" aber hat in den USA nur 85 Millionen Dollar eingespielt. Denn der Kern der Geschichte ist lange nicht so schön wie ihr Rand. Es geht um den Indianerjungen Kenai, der in einen Bären verwandelt und nun von seinen ehemaligen Freunden gejagt wird. Immer wieder lassen uns Bilder und kleine Gags ahnen, was für ein Film das hätte werden können. Immer wieder aber stoßen uns unentschlossenes Design, flaue Esoterik und routinemüde Phil-Collins-Songs darauf, wie unsicher Disneys Manager auf allen Seiten nach Publikum tasten, wie ängstlich sie alles Charakterstarke vermeiden, weil es irgendjemandem nicht gefallen könnte. So haben sie einen Film produziert, der unterhält, ohne zu verzaubern. Die Zukunft eines Studios kann man darauf nicht bauen.
"Bärenbrüder" aber hat in den USA nur 85 Millionen Dollar eingespielt. Denn der Kern der Geschichte ist lange nicht so schön wie ihr Rand. Es geht um den Indianerjungen Kenai, der in einen Bären verwandelt und nun von seinen ehemaligen Freunden gejagt wird. Immer wieder lassen uns Bilder und kleine Gags ahnen, was für ein Film das hätte werden können. Immer wieder aber stoßen uns unentschlossenes Design, flaue Esoterik und routinemüde Phil-Collins-Songs darauf, wie unsicher Disneys Manager auf allen Seiten nach Publikum tasten, wie ängstlich sie alles Charakterstarke vermeiden, weil es irgendjemandem nicht gefallen könnte. So haben sie einen Film produziert, der unterhält, ohne zu verzaubern. Die Zukunft eines Studios kann man darauf nicht bauen.
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