Besser als Schule
Aufgeblasen und dann eingedampft
bas, veröffentlicht am 29.04.2004
Filmbeschreibung
Was lange währt, wird nicht immer gut. Monate über Monate zögerte der Verleih den Kinostart des Films "Besser als Schule" hinaus und hat diese angeblich romantische Teeniekomödie dann doch noch für die Leinwand freigegeben. Freuen wird das allenfalls die Macher, die unter anderem an der Filmakademie in Ludwigsburg ihr Handwerk lernten. Welches Handwerk?, werden sich aber selbst Idealrepräsentanten der angepeilten Zielgruppe fragen. Und sie werden sich weiter fragen, warum sie für etwas Eintritt berappen sollen, das täglich über alle TV-Kanäle flimmert und das man vor der Glotze auch weit bequemer konsumieren kann.
"Besser als Schule" ist nämlich eine zum Großbildformat aufgeblasene Daily Soap und dampft zugleich circa 1200 Folgen auf neunzig Minuten ein. Wäre wenigstens der Jargon stimmig, man könnte Spurenelemente von Authentizität zugestehen. Gegen das hier praktizierte permanente Vorbeilabern am jugendlichen Sprachnerv jedoch wirkt sogar der Duktus der Paukerfilme der fünfziger Jahre ausgesprochen wirklichkeitsnah. Ehrlich gesagt, dieses überflüssigste und ärgerlichste Debüt seit Jahren hält unsereins für den perfekten Regalfilm. Nein, dies ist kein Ruf nach Zensur, dies ist ein Plädoyer, das Publikum mit einem Szenemurks zu verschonen, den sogar die Szene selbst nur als vermurkst empfinden kann.
"Besser als Schule" ist nämlich eine zum Großbildformat aufgeblasene Daily Soap und dampft zugleich circa 1200 Folgen auf neunzig Minuten ein. Wäre wenigstens der Jargon stimmig, man könnte Spurenelemente von Authentizität zugestehen. Gegen das hier praktizierte permanente Vorbeilabern am jugendlichen Sprachnerv jedoch wirkt sogar der Duktus der Paukerfilme der fünfziger Jahre ausgesprochen wirklichkeitsnah. Ehrlich gesagt, dieses überflüssigste und ärgerlichste Debüt seit Jahren hält unsereins für den perfekten Regalfilm. Nein, dies ist kein Ruf nach Zensur, dies ist ein Plädoyer, das Publikum mit einem Szenemurks zu verschonen, den sogar die Szene selbst nur als vermurkst empfinden kann.
Mehr StZ Filmkritiken
Der Junge mit dem Fahrrad Engel in der Kälte
In Darkness Eine wahre Geschichte
Die Unsichtbare Aufgeben gilt nicht, auch wenn’s wehtut
Hugo Cabret 3D Das Phantom des Bahnhofs
Die Summe meiner einzelnen Teile Diagnose: Kapitalismus
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball Eine Formel für den Sieg
Sex on the Beach Kretins auf Kreta
Dame, König, As, Spion Im Lügenlabyrinth der Bürointriganten
Zettl - Unschlagbar charakterlos Das hat die Hauptstadt nicht verdient
Ein riskanter Plan Manhattan ist ein Spielbrett
Alle Artikel anzeigen
Anzeigen
Was möchten Sie unternehmen?
Wann möchten Sie etwas unternehmen?

Monat

| Heute | Morgen | Akt. Woche |
| MO | DI | MI | DO | FR | SA | SO |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
Highlights am 11.02.
Premiere: Die Kunst zu Leben - Kinder- und Jugendhaus Zuffenhausen Haus 11
Premiere: Der Froschkönig - FITZ - Zentrum für Figurentheater
Derbe Kerbe - Schräglage
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.





