Der Appartement-Schreck
Störender Besuch der alten Dame
tkl, veröffentlicht am 01.07.2004
Filmbeschreibung
Wohnungssuche kann einen Heiligen zum Menschenhasser machen. Danny DeVitos "Der Appartement-Schreck" erzählt von dieser Frustration der Ballungsraumbewohner. Er verschärft den Stress sogar, indem er die Höllenfahrt der scheinbar schon Geretteten erzählt. Drew Barrymore und Ben Stiller spielen ein Yuppiepärchen aus Manhattan, das eine traumhafte Altbauwohnung findet, ein Duplex über zwei Etagen. Die obere Hälfte des Objekts wird von einer alten Dame (Eileen Essel, selbst 81) bewohnt, die, gibt der Makler zu verstehen, nicht mehr lange leben wird. Das Paar zieht ein, die Mitbewohnerin hingegen erweist sich als vital, aufdringlich, quengelig, rücksichtslos, boshaft und sehr hinterhältig.
Damit aber entpuppt sich "Der Appartement-Schreck" nicht als Komödie über Wohnungsnot, sondern als Polemik zum Altern der Gesellschaft. Hier wird der Überdruss der Jungen an den Alten weniger gezeigt als zelebriert. Die Alten sind nur im Wege, sie sind bockig und überflüssig, sie versauen den Jungen die besten Jahre. Das erinnert an DeVitos "Schmeiß die Mama aus dem Zug" von 1987, der ebenfalls ein ziemlich denunziatorisches Bild des Alters zeichnete. Anders als in "Der Rosenkrieg" lässt DeVito nicht Gleichstarke aufeinander los, sondern verzerrt die realen Opfer zu Tätern. Das ist ein Erleichterungsfilm, der mit unseren schändlichsten, ungerechtesten Gedanken im sozialen Gerangel versöhnen will: Je früher man das merkt, desto bedrückender wirkt er.
Damit aber entpuppt sich "Der Appartement-Schreck" nicht als Komödie über Wohnungsnot, sondern als Polemik zum Altern der Gesellschaft. Hier wird der Überdruss der Jungen an den Alten weniger gezeigt als zelebriert. Die Alten sind nur im Wege, sie sind bockig und überflüssig, sie versauen den Jungen die besten Jahre. Das erinnert an DeVitos "Schmeiß die Mama aus dem Zug" von 1987, der ebenfalls ein ziemlich denunziatorisches Bild des Alters zeichnete. Anders als in "Der Rosenkrieg" lässt DeVito nicht Gleichstarke aufeinander los, sondern verzerrt die realen Opfer zu Tätern. Das ist ein Erleichterungsfilm, der mit unseren schändlichsten, ungerechtesten Gedanken im sozialen Gerangel versöhnen will: Je früher man das merkt, desto bedrückender wirkt er.
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