Wie ein einziger Tag
Lesen aus Liebe
cha, veröffentlicht am 02.09.2004
Filmbeschreibung
Die große Liebe wärmt auch die kalten Jahre. In Nick Cassavetes’ "Wie ein einziger Tag" spielt James Garner den Insassen eines Altenheims, der einer Mitbewohnerin (Gena Rowlands) die Geschichte einer glühenden Liebe vorliest: Rückblenden zeigen uns die Begegnung zweier junger Menschen (Rachel McAdams und Ryan Gosling) aus unterschiedlichen Milieus.
Dem Film liegt ein Bestseller des Herzschmerzmeisters Nicholas Sparks zugrunde, die selige Erfüllung kann die Figuren also ebenso erwarten wie die ewige Entsagung. Der Sohn des Regisseurs John Cassavetes hat schon mehrere Filme mit seiner Mutter Gena Rowlands gedreht, unzeitgemäße, geduldige, an Kummer und Träumen des Alltags interessierte Geschichten. Hier will er das erste Mal Rührung zu heftig erzwingen. Trotzdem ist "The Notebook" nicht als x-beliebiger Kitsch abzutun. Es ist eine Liebesgeschichte für Ältere in Zeiten der Angst vor einem dementen Alter. Das Pflegeheim mit viel Zeit für den Einzelnen ist eine kollektive Hoffnung. Und dass der Vorleser mit seiner Zuhörerin um das Erwachen der Erinnerungen ringt, erschließt sich schnell. Hier reagiert eine Schnulze auf eine reale Furcht, die darin besteht, dass kein Happy End dem Verfall unseres Geistes standhalten könnte.
Dem Film liegt ein Bestseller des Herzschmerzmeisters Nicholas Sparks zugrunde, die selige Erfüllung kann die Figuren also ebenso erwarten wie die ewige Entsagung. Der Sohn des Regisseurs John Cassavetes hat schon mehrere Filme mit seiner Mutter Gena Rowlands gedreht, unzeitgemäße, geduldige, an Kummer und Träumen des Alltags interessierte Geschichten. Hier will er das erste Mal Rührung zu heftig erzwingen. Trotzdem ist "The Notebook" nicht als x-beliebiger Kitsch abzutun. Es ist eine Liebesgeschichte für Ältere in Zeiten der Angst vor einem dementen Alter. Das Pflegeheim mit viel Zeit für den Einzelnen ist eine kollektive Hoffnung. Und dass der Vorleser mit seiner Zuhörerin um das Erwachen der Erinnerungen ringt, erschließt sich schnell. Hier reagiert eine Schnulze auf eine reale Furcht, die darin besteht, dass kein Happy End dem Verfall unseres Geistes standhalten könnte.
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