30 über Nacht
Als Michael Jackson noch nicht böse war
ukr, veröffentlicht am 09.09.2004
Filmbeschreibung
Gewiss, die lustige Drehbuchidee des intergenerationellen Körpertausches ist uns im Laufe der Zeit schon ein paar Dutzend Mal ("Ein ganz verrückter Freitag", "Big") aufgetischt worden. Doch der verzweifelt pubertierenden Jenna (mitreißend: Jennifer Garner) erfüllt sich nicht nur der Herzenswunsch des titelgebenden Alterungsschubs, also "30 über Nacht", sondern sie erlebt zugleich auch noch eine erstaunliche Zeitreise. Ihre größte Krise erlebt Jenna an ihrem dreizehnten Geburtstag zu jener Zeit, als Michael Jacksons "Thriller" die Welt regiert. Als sie erwacht, ist Jenna nicht nur gefangen im Körper einer attraktiven Frau, sondern es sind auch siebzehn Jahre vergangen, in denen sie es zur Redakteurin des angesagten New Yorker Modemagazins "Poise" inklusive sportlichem Boyfriend gebracht hat. Die entschiedene psychische Deformation zur Zicke ist der Preis, den sie, umgeben von falschen Freundinnen, für ihre Karriere zu zahlen hatte.
Doch jetzt ist Jenna gewissermaßen "zurück in der Zukunft", um mit dem reinen Herzen einer 13-jährigen Amerikanerin Gegenwart und Vergangenheit ins Lot zu bringen. Zum Glück erweist sich - wir haben es hier mit einem erfrischend nonchalant vorgetragenen Märchen zu tun - das "Wissen von 1987" als erstaunlich aktuell. Jennas Maxime lautet: "Wir müssen uns daran erinnern, was einmal gut war!" Und deshalb setzt sie moralisch und modisch auf einen erklärten Retrochic, der deshalb so gut funktioniert, weil wir uns alle zurücksehnen in jene Zeit, als MTV noch Musikvideos zeigte, als Michael Jackson noch keine Zeugenaussagen kaufen musste, als Rick Springfield und Pat Benatar ihre Weisheit in unsterbliche Songs wie "Celebrate Youth" und "Love is a Battlefield" gossen und Arbeitslosigkeit noch ein Fremdwort war.
Doch jetzt ist Jenna gewissermaßen "zurück in der Zukunft", um mit dem reinen Herzen einer 13-jährigen Amerikanerin Gegenwart und Vergangenheit ins Lot zu bringen. Zum Glück erweist sich - wir haben es hier mit einem erfrischend nonchalant vorgetragenen Märchen zu tun - das "Wissen von 1987" als erstaunlich aktuell. Jennas Maxime lautet: "Wir müssen uns daran erinnern, was einmal gut war!" Und deshalb setzt sie moralisch und modisch auf einen erklärten Retrochic, der deshalb so gut funktioniert, weil wir uns alle zurücksehnen in jene Zeit, als MTV noch Musikvideos zeigte, als Michael Jackson noch keine Zeugenaussagen kaufen musste, als Rick Springfield und Pat Benatar ihre Weisheit in unsterbliche Songs wie "Celebrate Youth" und "Love is a Battlefield" gossen und Arbeitslosigkeit noch ein Fremdwort war.
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