Oriana Fallaci
Die Kraft der Vernunft
Katja Gerhartz, dpa, veröffentlicht am 22.11.2004
Foto: Verlag
Nach "Die Wut und der Stolz" holt die italienische Bestseller-Autorin und Schriftstellerin Oriana Fallaci jetzt erneut zu einer wütenden Offensive gegen den Islam aus. In ihrem jetzt auf Deutsch erschienenen Werk "Die Kraft der Vernunft" verurteilt die 74-Jährige den Islam als eine ihrer Ansicht nach aggressive und expansive Glaubensrichtung, deren Anhänger systematisch das Ziel verfolgten, die christlich geprägte Welt in ihre Gewalt zu bringen.
"Die einzige Kunst, in der sich die Söhne Allahs stets hervorgetan haben, ist die Kunst zu besetzen, zu erobern, zu unterjochen", schreibt Fallaci, die sich selbst als "christliche Atheistin" bezeichnet. In "Die Kraft der Vernunft" unterscheidet sie nicht zwischen Extremisten und Gemäßigten, sondern vertritt die Auffassung, "dass es nur einen Islam gibt und basta, dass der ganze Islam ein Teich ist und dass wir, wenn wir so weitermachen, zuletzt in diesem Teich ertrinken".
Mit "wir" meint die Journalistin dabei Europa, das sie als feiges und von Angst zerfressenes "Eurabien" kritisiert. Grund für die Wehrlosigkeit des Kontinents gegenüber dem Islam ist laut Fallaci der allgemeine "Niedergang der Intelligenz", die Angst, selbstständig zu denken und Tabus zu brechen. Den Europäern fehle es, so die Journalistin, an Mut, der unbequemen Wahrheit vom verderblichen islamischen "Teich" ins Auge zu sehen - und danach zu handeln. Fallaci fordert sie auf, die "Söhne Allahs" zurückzudrängen und das kommunale und Europa-Wahlrecht für Immigranten ebenso konsequent abzulehnen wie einen EU-Beitritt der Türkei.
Fallaci zieht in "Die Kraft der Vernunft" mit einem betont aufklärerischen Impetus gegen den Islam zu Felde: "Um zu überleben, braucht man Vernunft. Daher appelliere ich diesmal nicht an die Wut, den Stolz, die Leidenschaft. Ich appelliere an die Vernunft." Wenn sie die Anhänger des Islam jedoch in Bausch und Bogen zu Barbaren bestialisiert, die sich seit Mohammeds Tod mordend und brandschatzend die christliche geprägte Welt einverleibten, wird sie ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht.
Mit zweierlei Maß misst sie weiterhin, wenn sie etwa die Expansion der Muslime in der Geschichte verteufelt, die ebenso brutalen christlichen Kreuzzüge aber als gerechte Gegenoffensive preist.
Doch attackiert Fallaci mit "Die Kraft der Vernunft" nicht nur den Islam, sondern rechnet auch mit der katholischen Kirche und der europäischen - insbesondere aber der italienischen - Linken und Rechten ab. Weiterhin wütet sie gegen die ihrer Meinung nach "proislamischen" Institutionen UNO und EU. Vehement verurteilt sie auch alle "vorfabrizierten Lösungen" wie etwa unreflektierten Pazifismus, Antiamerikanismus und auf politische Korrektheit fixiertes Gutmenschentum.
Insofern liest sich "Die Kraft der Vernunft" wie ein politisches Testament, zumal die an Krebs erkrankte Schriftstellerin mehrfach ihren eigenen Tod thematisiert. Geschrieben habe sie ihr Werk weder aus "Vergnügen" noch "wegen des Geldes", sondern einzig aus dem Gefühl einer tiefen Pflicht heraus. Einer Pflicht, die sie, so Fallaci, "mittlerweile das Leben kostet".
Nachdem die berühmte Journalistin bereits vor zwei Jahren mit ihrem anti-islamischen Verkaufsschlager "Die Wut und der Stolz" für Aufruhr gesorgt hatte, löste auch die Veröffentlichung von "Die Kraft der Vernunft" im April diesen Jahres Proteste in Italien aus. Auch die katholische Kirche hält Distanz zu dem Werk. Ungeachtet dessen gilt "Die Kraft der Vernunft", mit mehr als eine Million bisher verkauften Exemplaren in Italien, bereits als Bestseller.
"Die einzige Kunst, in der sich die Söhne Allahs stets hervorgetan haben, ist die Kunst zu besetzen, zu erobern, zu unterjochen", schreibt Fallaci, die sich selbst als "christliche Atheistin" bezeichnet. In "Die Kraft der Vernunft" unterscheidet sie nicht zwischen Extremisten und Gemäßigten, sondern vertritt die Auffassung, "dass es nur einen Islam gibt und basta, dass der ganze Islam ein Teich ist und dass wir, wenn wir so weitermachen, zuletzt in diesem Teich ertrinken".
Mit "wir" meint die Journalistin dabei Europa, das sie als feiges und von Angst zerfressenes "Eurabien" kritisiert. Grund für die Wehrlosigkeit des Kontinents gegenüber dem Islam ist laut Fallaci der allgemeine "Niedergang der Intelligenz", die Angst, selbstständig zu denken und Tabus zu brechen. Den Europäern fehle es, so die Journalistin, an Mut, der unbequemen Wahrheit vom verderblichen islamischen "Teich" ins Auge zu sehen - und danach zu handeln. Fallaci fordert sie auf, die "Söhne Allahs" zurückzudrängen und das kommunale und Europa-Wahlrecht für Immigranten ebenso konsequent abzulehnen wie einen EU-Beitritt der Türkei.
Fallaci zieht in "Die Kraft der Vernunft" mit einem betont aufklärerischen Impetus gegen den Islam zu Felde: "Um zu überleben, braucht man Vernunft. Daher appelliere ich diesmal nicht an die Wut, den Stolz, die Leidenschaft. Ich appelliere an die Vernunft." Wenn sie die Anhänger des Islam jedoch in Bausch und Bogen zu Barbaren bestialisiert, die sich seit Mohammeds Tod mordend und brandschatzend die christliche geprägte Welt einverleibten, wird sie ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht.
Mit zweierlei Maß misst sie weiterhin, wenn sie etwa die Expansion der Muslime in der Geschichte verteufelt, die ebenso brutalen christlichen Kreuzzüge aber als gerechte Gegenoffensive preist.
Doch attackiert Fallaci mit "Die Kraft der Vernunft" nicht nur den Islam, sondern rechnet auch mit der katholischen Kirche und der europäischen - insbesondere aber der italienischen - Linken und Rechten ab. Weiterhin wütet sie gegen die ihrer Meinung nach "proislamischen" Institutionen UNO und EU. Vehement verurteilt sie auch alle "vorfabrizierten Lösungen" wie etwa unreflektierten Pazifismus, Antiamerikanismus und auf politische Korrektheit fixiertes Gutmenschentum.
Insofern liest sich "Die Kraft der Vernunft" wie ein politisches Testament, zumal die an Krebs erkrankte Schriftstellerin mehrfach ihren eigenen Tod thematisiert. Geschrieben habe sie ihr Werk weder aus "Vergnügen" noch "wegen des Geldes", sondern einzig aus dem Gefühl einer tiefen Pflicht heraus. Einer Pflicht, die sie, so Fallaci, "mittlerweile das Leben kostet".
Nachdem die berühmte Journalistin bereits vor zwei Jahren mit ihrem anti-islamischen Verkaufsschlager "Die Wut und der Stolz" für Aufruhr gesorgt hatte, löste auch die Veröffentlichung von "Die Kraft der Vernunft" im April diesen Jahres Proteste in Italien aus. Auch die katholische Kirche hält Distanz zu dem Werk. Ungeachtet dessen gilt "Die Kraft der Vernunft", mit mehr als eine Million bisher verkauften Exemplaren in Italien, bereits als Bestseller.
Anzeigen
Anzeige
Anzeige
Veranstaltungen
Finden Sie
Heute können Sie aus 458 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung.
Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.







