Verschwörung im Berlin-Express
Auf der schwedischen Eisenbahn ...
ukr, veröffentlicht am 17.02.2005
Filmbeschreibung
Auf dem Papier mögen sich all die cleveren Einfälle des Regisseurs Peter Dalle noch ganz gut gemacht haben: eine filmische Hommage an das Genre des Eisenbahnfilms im gediegenen Noir-Look der vierziger Jahre einerseits, schwarzhumorige Verweise auf Nazigräuel und Ingmar Bergmans Gottesbefragungen andererseits, dazu noch eine ordentliche Portion Slapstick und ein Motto von, uff, Ludwig Wittgenstein: "Nichts ist notwendigerweise, was es zu sein scheint." Und so sitzt man denn im Kino, zählt die zahllosen Hitchcockzitate aus "Der Fremde im Zug" und wird an den aberwitzigen Zoom-Fahrt-Kameratrick aus "Vertigo" und den mysteriösen Glasinhalt aus "Verdacht" erinnert.
Die Geschichte ist dagegen höchst fadenscheinig, ja substanzlos: Der Schriftsteller Gunnar bricht von Stockholm aus auf, um im Herbst 1945 in Berlin das neue Europa aufzubauen. Während der Reise entfaltet der gütige Gunnar ein destruktives Potenzial wie Peter Sellers in "Der Partyschreck", kommt einem Mordkomplott in die Quere, "vergast" Flüchtlinge aus dem Baltikum und endet 1961 als Mauerbauer in Ostberlin. Urkomisch, nicht wahr?
Die Geschichte ist dagegen höchst fadenscheinig, ja substanzlos: Der Schriftsteller Gunnar bricht von Stockholm aus auf, um im Herbst 1945 in Berlin das neue Europa aufzubauen. Während der Reise entfaltet der gütige Gunnar ein destruktives Potenzial wie Peter Sellers in "Der Partyschreck", kommt einem Mordkomplott in die Quere, "vergast" Flüchtlinge aus dem Baltikum und endet 1961 als Mauerbauer in Ostberlin. Urkomisch, nicht wahr?
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